Die 50. Funkauststellung in Berlin wird auch im Zeichen digitaler TV-Bilder stehen. Zu sehen gibt es die schon auf einer Unmenge von Kanälen. Dieser Wust muss allerdings noch organisiert werden.
Zweistelliges Wachstum bei der gebuchten Ausstellungsfläche, temporäre Hallen, die noch schnell aufgebaut werden - längst ist die Ifa das, was die Cebit früher war. Denn in Berlin wächst zusammen, was mit ähnlicher Technik funktioniert - Unterhaltungselektronik, Kommunikations- und Haushaltsgeräte. Und so kommt das interessierte Publikum nun zum Gelände am Funkturm und nicht mehr nach Hannover. Hier kann man live, in Farbe und nun auch in 3D sehen, was einige Monate später im eigenen Wohnzimmer stehen könnte.
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Am Freitag beginnt die Internationale Funkausstellung (Ifa) in Berlin. Blickfang werden hochauflösende Fernsehbilder sein - gestochen scharf und in 3D. (© dpa)
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Der Bedarf und das Interesse an Unterhaltungselektronik sei unverändert hoch, heißt es beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Allein die Nachfrage nach Flachbildfernsehern sei um 34 Prozent gestiegen, sagt Hans-Joachim Kamp, ZVEI-Vize und Aufsichtsrat beim Ifa-Veranstalter gfu. Zwar wurden schon im vergangenen Jahr acht Millionen der neuen Fernseher abgesetzt; aber noch immer stehen rund 25 Millionen TV-Geräte mit Röhrentechnik in deutschen Haushalten.
Und so ist der publikumswirksamste Trend nach wie vor 3D. Besonders asiatische Hersteller wie Sony, LG, Samsung oder Panasonic drängen mit 3D-fähigen Fernsehgeräten und der dazugehörigen Peripherie wie Blu- ray-Playern und Raumklanganlagen auf den Markt. Denn während in Asien oder auch in den USA hochauflösendes Fernsehen längst etabliert ist, haben in Deutschland die öffentlich-rechtlichen Sender erst im Februar den Regelbetrieb für Fernsehen in HD aufgenommen - das schafft Nachfrage.
Handy statt Heim-PC
Die Umstellung auf das schärfere Fernsehen ist momentan der größte Antrieb dafür, sich ein neues TV-Gerät zu kaufen. Noch eher im Hintergrund stehen dagegen Fragen wie Onlineanbindung der Fernseher. Zwar werden, wie beispielsweise eine Ipsos-Umfrage im Auftrag von Kabel Deutschland ergab, Großereignisse wie die Fußball-WM mittlerweile auch sehr stark online verfolgt; gemeint ist aber eher eine parallele oder ergänzende Nutzung. Während beispielsweise ein Spiel live im Fernsehen übertragen wurde, hatten viele Menschen einen Laptop, ein Internethandy oder auch einen iPad auf dem Schoß und tauschten sich über eines der sozialen Netzwerke mit ihren Freunden aus. Und immerhin 50 Prozent der befragten Onlinenutzer gaben an, sie hätten sich Spiele oder Szenen daraus direkt im Internet angesehen.
Schon seit längerem wird prognostiziert, dass die paketorientierte Übertragung über das Internet das herkömmliche Fernsehen mit seinen festen Sendezeiten ablösen werde. Um gegen die potentielle Bedrohung gewappnet zu sein, haben Anbieter wie Kabel Deutschland viel Geld in die Digitalisierung ihrer Netze gesteckt. 80 Prozent der Nutzer könnten bereits ihren Telefon- und Internetanschluss über das Fernsehkabel schalten lassen. Bisher jedoch nutzen erst 30 Prozent der Kabelkunden überhaupt das digitale Programmangebot, obwohl nur dieses auf den modernen Flachbildfernsehern gut aussieht.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Vorteile internetfähiges TV-Kabel außerdem bietet.
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Kampf gegen Unterrichtsausfall
die ich vor etwa einem Jahr im MM beobachten durfte, haben noch nicht einmal gewußt, dass sie mit dem Kauf eines HD-Ready Geräts mitnichten automatisch das schärfere Bild erhalten, von Full-HD ganz zu schweigen...
Spannend dabei auch die Tatsache, dass HD-Signal über DVB-T noch gar "nicht vorgesehen ist". Fragt sich warum eigentlich? Vermutlich wird es erst dann verfügbar, wenn die ersten Geräte der 2xHD-Generation rauskommen: ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
BRD ist hins. Verfügbarkeit der BB-Infrastruktur noch ein Entwicklungsland. Wenn dann auch noch das (eigentlich selbstverständliche) Thema "Kundenservice" mit betrachtet wird, ...
Auf den Punkt gebracht - man wird täglich über den Tisch gezogen, und kriegt noch umsonst ein paar rübergescheuert dazu, wenn etwas nicht wie versprochen klappt.
Da muss ich aber sehr lachen. Wenn mein bis! 16 Megabitanschluss in der Nähe des Glasfaserknotens schon heute zwischen 3,5 und max 14 Megabit-Übertragungsrate brutto schwankt, wie soll denn da Fernsehen über Internetprotocoll in Zukunft einigermaßen funktionieren, wenn Viele das neue Medium nutzen wollen.
So Mancher hat keine Ahnung von den Problemen, aber dafür davon viel.
Nein so geht das nicht. Genauso wie dieser Schuss in den Kohleofen mit Dreidimensionsfernsehen, wieder so ein Flop auf Kosten der Kunden.
Es ist wie mit den Stomversorgern: Machen Sie erstmal ihre Schulaufgaben mit dem Ausbau des Netzes bis Sie solche Hirnpfürze propagieren.
Da ist was faul im Staate Deutschland und sehr viel zu verbessern.
Und nicht das Maul so weit aufreißen, wenn nichts dahinter ist. Sie schädigen den Umsatz, da die Menschen nicht mehr so dumm sind, allen Unsinn zu glauben...