Während der von Apple erwirkte Europa-Verkaufsstopp für Samsungs Galaxy Tablet nur noch in Deutschland gilt, rüstet ein anderer Konkurrent zum Gegenschlag: Der taiwanesische Hersteller HTC will dafür sorgen, dass Apple seine Produkte nicht mehr in den USA verkaufen darf.
Im Kampf um Marktanteile im boomenden Geschäft mit den neuen Tablet-Computern hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung einen Etappensieg gegen seinen US-Rivalen Apple errungen. Samsung hebelte ein Verkaufsverbot seines Tablet-PCs Galaxy Tab 10.1 in weiten Teilen Europas aus.
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Apples iPad 2 (links) und Samsungs Galaxy Tab 10.1: Deutsches Gericht beschränkt Verkaufsverbot auf Deutschland. (© dpa)
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Das Düsseldorfer Landgericht änderte seine auf Antrag von Apple erlassene Einstweilige Verfügung ab. Das Vertriebsverbot gelte nur noch für Deutschland und die deutsche Samsung-Tochter Samsung GmbH. Das Gericht hat für den 25. August einen Termin zur mündlichen Verhandlung in dem Rechtsstreit angesetzt. Apple wirft den Koreanern Patentverletzungen vor.
Ein weiterer Apple-Gegner und Android-Partner geht derweil in die Offensive: Das taiwanische Unternehmen HTC will die Einfuhr von iPhones, iPad-Tablets und Mac-Computern in die USA stoppen lassen. Dazu zog HTC vor die US-Handelsbehörde ITC.
Es ist ein weiterer Schritt in einem weltweiten Kampf: Zusätzlich zu mehreren gegenseitigen Klagen hat auch Apple eine ähnliche Beschwerde gegen HTC bei der ITC laufen. HTC wirft Apple diesmal vor, drei Patente zu verletzen. Es geht dabei um technische Aspekte wie WLAN-Funktionalitäten und die Integration von Taschencomputer und Kommunikations-Systemen.
Patente werden zur geschäftlichen Waffe
Zusätzlich zur ITC-Beschwerde führte HTC die Patente auch in einer neuen Klage im US-Staat Delaware auf. Die Patente sind in den vergangenen Jahren zu einer vielgenutzten Waffe im scharfen Konkurrenzkampf in der Mobilfunk-Branche geworden. Dabei steht besonders das Google-Betriebssystem Android im Visier von Konkurrenten wie Apple oder Microsoft.
Google kündigte am Montag überraschend den Kauf des Handy-Herstellers Motorola für 12,5 Milliarden Dollar an, um Android mit dessen umfangreichem Patent-Portfolio zu schützen.
Der Patentkampf der beiden Hersteller hatte im Frühjahr 2010 mit einer Apple-Klage in Kalifornien begonnen, werfen sie sich die Verletzung mehrere Dutzend Patente in verschiedenen Ländern vor.
Zuletzt kam ein ITC-Richter im Juli zu dem Schluss, dass HTC gegen zwei Apple-Patente verstoßen habe. Seine Einschätzung muss aber noch von der Kommission geprüft werden. Die ITC hat weitreichende Befugnisse bis hin zu einem Einfuhrverbot in die USA - was verheerende Folgen für einen Hersteller haben kann, weil die meisten elektronischen Geräte inzwischen in Asien produziert werden.
Abkommen als Ausweg
Allerdings dauern die Verfahren mit bis zu eineinhalb Jahren üblicherweise auch länger als vor Gericht. HTC griff im Patentpoker mit Apple zuletzt auch zur Übernahme des Grafikspezialisten S3. Ein ITC-Richter hatte befunden, dass das Betriebssystem Mac OS X zwei S3-Patente verletzt. Die vielen Klagen dienen oft dazu, sich eine bessere Verhandlungsposition für eine eventuelle Einigung zu schaffen.
So endete ein jahrelanger Patentstreit zwischen Apple und Nokia jüngst schließlich mit einem Abkommen. Die Unternehmen öffneten sich gegenseitig den Zugang zu einigen Patenten und Apple überwies dem finnischen Handy-Weltmarktführer eine Einmalzahlung von 430 Millionen Euro.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/joku)
OB-Kandidatin Nallinger
von 1- 1,5 Jahren lohnt der Streit gar nicht und die deutsche Gerichtsbarkeit würde, dies auch noch um mindestens 2 Jahre übertreffen. Da gibt es die Teile schon gar nicht mehr.
naja - nicht erfunden, aber - nachempfunden. ok. und geld gemacht.
tempo hat das papiertaschentuch erfunden (oder auch nicht?)
ibm hat den pc erfunden (oder auch nicht?)
alle waren vorreiter, alle haben geld gemacht, alle wurden nachgemacht. so ist der lauf der zeit.
daran ändern auch prozesse nicht. die schädigen nur das image. neulich schrieb jemand:
iphone, ipod, ipad, idiot
Apple hat in den letzten beiden Jahrzehnten Trends gesetzt von denen alle sehr gut verdienen, eigentlich ist es richtig was Apple macht.
Man kann zu den Apfel Produkten stehen wie man will, vor einem iPod, iPhone oder iPad hat es ähnliche Produkte gegeben und keinen Käufer interessierten diese. Erst als Apple mit seiner Strategie diese Geräte so umbaute setzten sich andere auf diese Schiene und kopierten fast identische Geräte. Das man da als Hersteller oder Trendsetter einen dicken Hals kriegt ist nur verständlich, für mich zumindest.
Nur Apple hatte den Draht zu dem Verbraucher mit einer einfachen Bedienung und einem gefälligen Design, alles was danach kam erinnert optisch immer wieder an die Originale. Sicher kann man das Rad nicht neu erfinden, auffällig ist aber wie man Apple als Vorreiter nutzt und danach den Teufel an den Hals wünscht.
Die Art der "fast" geschlossenen Struktur, z.B. durch Nutzung von iTunes, mag für Raubkopierer am Anfang ein Graus gewesen sein, wie immer wurden diese Probleme von diesen Leuten aber schnell gelöst ;-)
Das man zum Beispiel aus rechtlichen Gründen auf Flash verzichtet hat ist für mich kein Nachteil, eher das Gegenteil. Dieses komische Format bläht nur unnütz jede Seite auf und schluckt Ressourcen. Gute Homepages verzichten eh auf Flash und verwenden HTML5 oder ähnliches, das nur am Rande.
Da regen sich Addidas, Puma, Nike und alle auf und letztendlich geht es Apple mit seinen Innovationen nicht anders. Das Patente als Schutz gegen Kopien schützen sollen weiss man schon lange, auch wenn man diese Patente irgendeinmal käuflich erwirbt.
Ich habe Verständnis gegenüber Apple und bin der Meinung das man lange genug zugeschaut hat wie 1:1 kopiert wurde, speziell beim iPod war das der Fall. Im Notfall muss man ja kein Apple Produkt kaufen, dann sollten die anderen Firmen aber wirklich etwas "eigenständiges" bringen und nicht nur offensichtliche Kopien.
Ich glaube das manche "Waffen" auch schon mal nach hinten losgehen koennen. Die Patentstreitigkeiten die apple angezettelt hat sind vermutlich eine Solche.
Wo bleibt der ehrlich offene Kampf um die Marktanteile mit qualitativ hochwertigen Produkten? Da koennten die Kunden auch profitieren. Patentstreitigkeiten machen Produkte nur teurer und schraenken Produkte ein.
Die wirklich gute qualitaet der apple Produkte wird wahrscheinlich bald von der aroganten Ueberheblichkeit von apple selbst in den Schatten gestellt. Schade eigentlich, dabei fing alles so schoen an...
Das Spielchen kann man (leider) auch zu mehreren spielen.
Zum Leidwesen der Qualität der Produkte, ihrer Verfügbarkeit oder auch des Preises, den die Kunden zahlen müssen.
Es muss dringend ein Maß für die Mindestkomplexität einer Erfindung her, denn diese Auseinandersetzungen kosten den Steuerzahler einen Riesenhaufen Geld!
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