Hacker knacken FDP-Shop Westerwelles Rede: Heiße Luft

Ein Handtrockner als Sinnbild für den Außenminister: Hacker auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs gestalten den FDP-Shop ganz nach ihren Vorstellungen um.

Nur heiße Luft von FDP-Chef Guido Westerwelle? So sehen es zumindest einige Computer-Hacker, die sich derzeit auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) tummeln: Am Dienstag kaperten sie den Online-Laden www.fdp-shop.de, der Werbemittel und Schriften der Liberalen verkauft.

Nur heiße Luft? Hacker haben im Rahmen des Kongress des Chaos Computer Clubs den FDP-Shop etwas umgestaltet.

(Foto: dpa)

Dort fügten sie das Bild eines Handtrockners ein. Beschriftung: "Rede von Guido Westerwelle? hier drücken". Darunter prangte ein Logo des Kongresses, dessen Abkürzung "27C3" lautet.

Gegen Mittag war die manipulierte Unterseite dann offline. Hacker-Angriffe dieser Art haben beim Jahrestreffen des CCC Tradition: Mit ihnen zeigen einige Teilnehmer auf, wie löchrig die Sicherheitsarchitektur von Unternehmen oder Organisationen im Netz ist. Unter anderem wurden auch Sicherheitslücken bei CDU-Webseiten oder der Internetpräsenz des Nobelpreis-Komitees vorgeführt.

Betrieben wird der geknackte FDP-Laden allerdings nicht von der Partei selbst, sondern von der Firma GMK-Werbemittel in Bremen. Mitinhaber Jörg von Groeling-Müller bezeichnete den Hack als "geschäftsschädigend", eine Anzeige behalte man sich vor.

Ob Kundendaten kopiert worden seien, könne er derzeit nicht sagen. Unter dem Bild des Handtrockners heißt es: "Wer nicht hören will, muss Backups einspielen! Wir haben vorsichtshalber eines aller Kundendaten gemacht!"

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