Hacker-Angriff WhatsApp-Seite vorübergehend nicht erreichbar

Die Internetseite des Messengers WhatsApp wurde offenbar gehackt. Am Dienstagmorgen war die Webseite vorübergehend nicht erreichbar. Stattdessen sollen palästinensische Parolen erschienen sein.

Nutzer der Internetseite WhatsApp konnten den Online-Auftritt whatsapp.com am Dienstagmorgen nur sporadisch erreichen. Grund dafür war ein Hacker-Angriff. Über Twitter meldete sich die bis dato unbekannte palästinensische Gruppe KDMS zu Wort und behauptete, dafür verantwortlich zu sein. Die Gruppe hat ihren Twitter-Account am Dienstag erstmals genutzt.

Wer die WhatsApp-Seite aufrufen konnte, sah dort Parolen wie "Lang lebe Palästina" und die palästinensische Flagge. Die Neue Zürcher Zeitung machte ein Foto von der gehackten Seite.

Bekannt wurde WhatsApp als Alternative zu SMS. Mithilfe des Programms können Nutzer von internetfähigen Mobiltelefonen Nachrichten austauschen. Der Versand und Empfang von Nachrichten wurde durch den Angriff bisher aber nicht gestört. Unklar ist, ob Nutzerdaten von den Hackern ausgespäht wurden.

Es ist nicht das erste Mal, dass WhatsApp für Sicherheitsmängel kritisiert wird. Experten warnen vor der Nutzung des Kurznachrichtendienstes. Doch weil WhatsApp im Vergleich zur SMS die wesentlich kostengünstigere Möglichkeit ist, Nachrichten zu verschicken, bleibt es populär. Weltweit nutzen 300 Millionen Menschen den Dienst. Nach Angaben des Unternehmens verschicken die Nutzer täglich elf Milliarden Nachrichten.

Update, Dienstag, 16 Uhr 30

Auch die Internetseite von Avira wurde anscheinend gehackt. Die Botschaft ist inhaltlich gleich. Avira ist ein deutsches Unternehmen, das Antiviren-Software herstellt.