In Großbritannien ist es abermals zu einem Datenverlust gekommen: In Gloucester verschwanden Computerfestplatten mit den persönlichen Daten Tausender Militärangehöriger.
Die Serie von Datenpannen bei britischen Behörden reißt nicht ab: Wie das Verteidigungsministerium in London am späten Freitagabend mitteilte, wurden aus dem Hochsicherheitsbereich des Luftwaffenstützpunktes Innsworth im südwestenglischen Gloucester drei Computerfestplatten mit den persönlichen Daten Tausender Militärangehöriger gestohlen.
Bild vergrößern
Die Lage ist "extrem ernst": Wie viele Datensätze genau fehlen, ist noch unklar. (© Foto: ddp)
Anzeige
Man nehme den Vorfall vom vergangenen Mittwoch "extrem ernst", sagte ein Ministeriumssprecher. Noch sei aber unklar, wie viele Datensätze tatsächlich gestohlen worden seien und was genau an persönlichen Informationen auf den drei USB-Festplatten gespeichert war.
Insgesamt würden in dem Stützpunkt Daten von rund 900.000 ehemaligen und noch im Dienst stehenden Militärangehörigen verwaltet.
Die britische Regierung steht wegen der ständigen Datenpannen unter Druck. Erst Anfang des Monats hatte das Justizministerium einräumen müssen, dass bereits im Sommer vergangenen Jahres eine Festplatte mit Daten von rund 5000 Gefängnisbeamten und Verwaltungsangestellten der Justizbehörden verlorengegangen ist.
Im August sorgte der Verlust von Daten von allen Häftlingen in England und Wales für Aufregung. Im Oktober vergangenen Jahres verschwanden CDs mit den persönlichen Details von 25 Millionen Kindergeldempfängern.
- Skandal um Verbraucherdaten Königreich der Datenpannen 27.08.2008
- Großbritannien Daten verzweifelt gesucht 08.09.2008
- Online-Kriminalität "Größter Militär-Hack" 31.07.2008
(dpa/cag)
Daß die immer noch nicht die Daten wenigstens verschlüsseln ist unfaßbar.