Google-Verwaltungsrat Eric Schmidt "Unser größter Konkurrent ist Amazon"

  • Der größte Konkurrent von Google sei Amazon, sagt Eric Schmidt, der früher Chef von Google war und heute Vorsitzender des Verwaltungsrates ist.
  • Schmidt äußerte sich auch zu Vorwürfen einer monopolartigen Marktstellung und sagte, dass große Unternehmen schnell übertrumpft werden könnten.

Amazon ist die größte Gefahr für Google

Die größte Herausforderung im internationalen Wettbewerb sieht Google im Online-Händler Amazon. "Viele denken, unsere größten Wettbewerber seien Yahoo oder Bing", sagte Eric Schmidt, Vorsitzender des Google-Verwaltungsrats, bei einer Veranstaltung des Berliner Start-ups Native Instruments. "Aber unser größter Konkurrent im Suchmaschinenbereich ist tatsächlich Amazon." Wer etwas kaufen wolle, schaue meist bei Amazon nach. "Im Grunde antworten sie auf Anfragen und Suchen der Nutzer genauso, wie wir es tun", sagte Schmidt. Dabei gibt es jedoch einen großen Unterschied: Auf Amazon können Kunden Produkte direkt kaufen.

Der nächste Google-Konkurrent sitzt bereits in der Garage

Die Garage ist ein mythischer Ort in der Technik-Szene des Silicon Valley. So nutzte auch Eric Schmidt das Bild der Garage, als er über die monopolartige Marktstellung sprach, die Google von Konkurrenten vorgeworfen wird. Die EU-Kommission hatte zuletzt ihre Forderungen nach weiteren Zugeständnissen des Internet-Konzerns in einem jahrelangen Wettbewerbsstreit mit Rivalen bekräftigt und erweitert. Wichtig sei es zu wissen, dass irgendjemand irgendwo in einer Garage auf uns lauert", sagte Schmidt, und weiter: "Ich weiß das, weil es nicht lange her ist, dass wir in dieser Garage saßen." Der Wandel komme von dort, wo man ihm am wenigsten erwarte. Das könne man an Unternehmen wie Yahoo, Blackberry und Nokia sehen, die noch vor wenigen Jahren konkurrenzlos erschienen.

Weitere Konkurrenten: Facebook, Yelp, Tripadvisor

Auch Google sei stets von einer ganzen Reihe großer Herausforderer und Konkurrenten umgeben. Zum einen wurde Facebook erwähnt, ansonsten nannte Schmidt vor allem Unternehmen, die für Smartphone-Nutzer interessant sind: Apps wie Yelp und Tripadvisor, die genutzt werden, um neue Orte wie Restaurants oder Hotels zu entdecken.