Doch das Feld der Kommunikation ist nur ein Teilaspekt dessen, was künftig Online-Identität ausmacht: Facebook experimentiert derzeit mit einer eigenen Währung, Google bietet seinen Gmail-Nutzern mit Checkout bereits seit längerem die Möglichkeit an, online zu bezahlen. Beide Unternehmen dürften daran interessiert sein, ihren Nutzern einen solchen Bezahldienst künftig auf möglichst vielen Seiten im Netz anzubieten, da sie an Teilen des Umsatzes beteiligt werden.
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Wie weit die Online-Verwaltung unseres Ichs gehen kann, zeigen Google und Microsoft, die Nutzern anbieten, ihre Krankenakte auf ihre Server hochzuladen, um stets Zugriff darauf zu haben.
Für die Internetnutzer bedeuten die Anstrengungen der Konzerne, dass sie mittelfristig mit neuen verlockenden Funktionen rechnen dürfen. Eine Echtzeit-Kommunikationsplattform wie Google Wave auf Facebook? Eine Google-Personensuche, die mir zu einem Menschen sofort die Verbindung zu mir sowie gemeinsame Interessensgebiete nennt? Alles ist denkbar, und es ist nicht einmal sicher, dass Facebook und Google die beiden Hauptkontrahenten sein werden.
Biete Service, möchte Daten
Weil beide Unternehmen sich fast ausschließlich durch Werbung finanzieren, zahlen die Nutzer ihren Preis bereits heute in Daten: Dass Google mich so gut kennt, dass Buzz mir anhand meiner Datenspur wildfremde Menschen mit gemeinsamen Interessen vorschlägt, verbreitet ebenso Unbehagen wie der Gedanke, dass neben meinen Statusmeldungen irgendwo auf Googles Servern auch meine Suchanfragen liegen, die damit kombiniert ein sehr intimes Bild meiner Persönlichkeit ergeben können.
Auch Facebooks Versuch, unter dem Deckmantel des Datenschutzes die Nutzer dazu zu bringen, möglichst viele Inhalte für Suchmaschinen auffindbar zu machen, trägt wenig dazu bei, die Idee eines Identitätszentrums attraktiv zu finden. Ebenso wenig die Tatsache, dass das Unternehmen sogar Daten von Nichtmitgliedern sammelt, soweit sie von einem Nutzer bei der Synchronisierung von Handykontakten oder E-Mail-Adressbuch mit dem Facebook-Profil hochgeladen wurden.
Der Kampf um die Internet-Identität dürfte nicht nur Mark Zuckerberg schlecht schlafen lassen.
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- Soziale Netzwerke Facebook hängt MySpace ab 14.10.2009
- Facebook & Co. Das viertgrößte Land der Erde 19.09.2009
- Google Wave Ekstase um ein Phantom-Produkt 03.10.2009
(sueddeutsche.de/joku/beu)
Griechenland und die Euro-Zone
Na dann bekommen ja Communities wie Facebook und http://www.goolive.de kräftig Konkurrenz. Allerdings finde ich die automatische Freundesliste nicht gut. Wer will schon seine Firmenkontakte in seiner Freundesliste haben???
Ich denke aber das wird ein großes Ding...
es wird kein erfolg ..... facebook ist viel mächtiger und beliebter ausserdem haben die jungs von google es verpasst. genauso wie MS das geschäft mit suchmaschinen verpasst hat usw. ausserdem wenn google buzz nur mit verbindung von gmail anbietet ... ich zb werde ich es nicht mal mitbekommen. weil ich nie auf google seite gehe damit ich meine mail checke.... dafür gibts thunderbird ..etc etc ..
schönen abend noch
Messerscharfe Analyse in dem Artikel. Alle Menschen ohne Profil im Internet sind eigentlich nicht da. Eines Tages wechsel ich von Facebook zu Google. Mit meinem iPad. Auf der Couch. Dann war ich FB und bin dann Google.