Google Street View US-Behörde verhängt Geldstrafe wegen Wlan-Mitschnitt

Weil Googles Kamerawagen auf ihrer Fahrt nicht nur Fassaden fotografierten, sondern auch ungeschützte Wlan-Daten mitschnitten, handelte sich das Unternehmen heftige Kritik ein. Eine US-Regierungsbehörde stellt ihre Untersuchung nun ein - gegen die Zahlung einer Geldstrafe.

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat ihre Untersuchung gegen den Internetriesen Google wegen des Abgreifens privater Internetdaten eingestellt. Der Konzern müsse lediglich ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Dollar wegen Behinderns der Ermittlungen zahlen, teilte die FCC bereits am Freitag mit.

Google hatte bei den Aufnahmefahrten für seinen Straßenfoto-Dienst Street View - nach eigenen Angaben versehentlich - den Datenverkehr ungeschützter drahtloser Netzwerke mitgeschnitten. In diesen WLAN-Daten waren unter anderem E-Mails, Internetadressen und sogar Passwörter zu finden.

Google zeichnete bei den Fahrten seiner Street-View-Autos Namen und Standorte von WLAN-Netzwerken auf. Dies ermöglicht etwa Smartphones, auch dann ihren Standort zu bestimmen, wenn sie kein GPS-Satellitensignal haben. Dass dabei auch Daten aus nicht verschlüsselten Netzwerken aufgezeichnet wurden, sei ein Fehler, erklärte Google 2010.

Die FCC erklärte nun, sie könne Google keine Gesetzesverstöße nachweisen. Der Konzern habe die Untersuchung aber behindert und verzögert, da er nicht auf Anfragen der Behörde geantwortet habe. "Trotz der Position als weltweiter Marktführer bei Suchtechnologie hat Google sich darauf berufen, dass das Durchsuchen der E-Mails seiner Angestellten eine 'zeitaufwändige und beschwerliche Aufgabe' sei", erklärte die FCC.