Deutsche Gemeinden haben sich gerade mit den fotografierenden Autos von Google arrangiert. In den USA geht die Suchmaschine dagegen schon einen Schritt weiter.
In Europa beginnt man gerade, sich damit zu arrangieren, dass Google-Kamerawagen durch die Straßen rollen und alles auf Bildern festhalten. Mit kleinen, dreirädrigen Fahrrädern geht das unternehmen jetzt vor allem in den USA schon den nächsten Schritt.
Bild vergrößern
Google Street View auf dem Dreirad (© Foto: AP)
Anzeige
Die Dreiräder rollen zum Beispiel auf den für Autos nicht zugänglichen Fußwegen des Campus der Universität von Pennsylvania, um auch dort Bilder für den Dienst Street View auf Google Maps zu sammeln.
"Wir sehen darin eine Möglichkeit, Menschen möglichst viel von der Universität am Computer zu zeigen", erklärt Marie Witt von der Universität von Pennsylvania. "Studenten können ihren Eltern zeigen, wo sie wohnen und wo ihre liebsten Unterrichtsräume sind."
An Trevi-Brunnen vorbeigeradelt
Die Dreiräder erinnern an die Fahrradtaxen, mit denen in einigen Städten Touristen durch die Straßen gefahren werden. Während vorne der Fahrer strampelt, steht hinter ihm ein Turm mit der Kamera darauf. Ein Generator versorgt sie und einen Computer zum Speichern der Bilder mit Strom.
Wie Google-Sprecher Sean Carlson mitteilte, fahren die Dreiräder auch in anderen Universitäten wie zum Beispiel in San Diego. Auch am Trevi-Brunnen in Rom sollen sie schon vorbeigefahren sein. Sie können auch in Grünanlagen, Freizeitparks, auf Wander- und Fahrradwegen eingesetzt werden.
- Thema
- Google Street View RSS
- Google: Street View in Deutschland Vorsicht Kamera 17.06.2009
- Google: Street View Mein Haus, mein Geheimnis 29.04.2009
- Proteste gegen "Google Street View" Wehrhafte Bürger 08.04.2009
- Google und die Datenerfassung Märchen vom zerknirschten Kraken 16.05.2010
- Kilometergeld für Street View Eine Stadt trotzt Google 17.12.2009
(AP/mri)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Bitte entschuldigen Sie die fehlenden Buchstaben und Rechtschreibfehler, bin etwas in Eile.
@ blackflash:
Nein so abwegig ist dieser Gedanke durchaus nicht, da muss ich Ihnen zuim Zeil recht geben.
Aber da es so scheintsich als würden sie sich mit Massaker und "Amokläufen" einigermaßen auskenne, ist Ihnen sicherlich bekannt, dass nahezu alle Massaker / Amokläufe, von Schülern / Studenten der betroffenen Schule / Uni begangen wurden.
Der potentielle Amokläufer muss sich somit nicht erst über Google Street View informieren, welche Gebäude wo auf dem Weg über das Unigelände liegen.
Er kennt diese schlicht weg, weil er jeden Tag dort ist, bzw. kann auch selber den Weg täglich ablaufen.
Desweiteren findet der Großteiil eines Amoklaufes IM Gebäude statt und mir ist nicht bekannt, dass Street View in die Gebäude fährt und Treppenaufgänge, Klassenzimmer, Aufenthaltsräume , etc. zeigt.
Sehe hier für einen potentiellen Täter absolut keine Vorteile, nur weil er sich sein täglichen Schulweg, Schulgelände am PC ansehen kann.
Er hat ja schließlich kein Plan vom Gebäude,
wie dies bei den von Ihnen genannten hollywood-agenten-action filmen immer so schön ist.
@ eXe28
Ist das so abwegig? War nicht etwa im Colombine-massaker bereits ziemlich genau das der fall? Ein genauer plan, welche gebäude wo auf dem weg über das uni-gelände liegen? Ich denke so viel vorstellungskraft für den einsatz moderner technologie sollte möglich sein, ohne an sience-fiction zu denken. In jedem dümmlichen hollywood-agenten-action-film wirds ja auch noch vorgemacht. Nicht?
@ bino23
... "...öffentlicher Raum, den kann jeder auch so sehen..."
Voraussetzung ist aber bisher, dass derjenige vor ort ist, immer der "gefahr" ausgesetzt beobachtet zu werden. Neu an google-streetview ist die anonymität und die mögliche hohe effizienz, unabhängig vom eigenen standort auf der welt. Ich erinnere nur an 9/11. Sollen wir ähnlich taten auch noch aktiv vereinfachen helfen?
..."Sollen wir nun auch Karten und Kompasse verbieten.."
Ich wüsste keine karten/kompasse auf die diese detailgenauigkeit von google-streetview zuträfe. Lasse mich aber gern belehren.
..."Außerdem kann die Polizei ja auch Streetview benutzen."
Gutes argument dagegen, danke! Damit sind wir nämlich einen guten schritt weiter und endgültig auf dem weg in den überwachungsstaat. Herr Schäuble und Consorten reiben sich schon die hände, schont es doch sogar den staatshaushalt, was unsere "amerikanischen freunde" da volllführen.
Aber wie gesagt, die gesellschaft erschafft sich selbst.
Und bemerkenswerterweise zeigen auch diese o.g. kommentare schon ein verhalten, dass man entweder von google-PR-bloggern ausgehen muss oder die blinde techno-affinität hat als gehirnwäsche schon gegriffen.
Rationales abwägen der vor- u. nachteil oder gar auch nur kritikfähigkeit sucht man dann vergeblich.
Schade eigentlich. Wo unsere westlichen gesellschaften doch eigentlich noch weitgehend mündige bürger erlauben würde.
Lieber backflash,
bitte probieren Sie es doch ohne Kleiner oder Größer-Zeichen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Was passiert eigentlich wenn wieder so ein irrer in einer universität amok läuft, reihenweise durch die gebäude zieht und menschen umbringt und es stellt sich heraus, er hat seine route auf dem pda mithilfe von google-earth detailgenau vorgeplant?
_____________________________________________________________
@blackflash: selten so gelacht. oder war da etwa gar keine Ironie versteckt. ;-)
omg
Paging