Immer wieder protestieren Anwohner gegen fotografierende Google-Autos für den Dienst "Street View". Jetzt hat ein Land die Aufnahmen komplett verboten.

Rückschlag für Google: Griechenland hat die Aufnahmen von Straßen und Häusern für den Dienst "Google Street View" vorerst gestoppt. Die griechische Datenschutzbehörde (HDPA) begründete ihre Entscheidung damit, dass zunächst weitere Informationen zu den Vorkehrungen für den Schutz von Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten erforderlich seien. In Japan, wo die zwölf größten Städte des Landes bereits abgelichtet wurden, will Google alle Aufnahmen wegen Bedenken aus der Bevölkerung wiederholen, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte.

Google Street View

Griechenland hat die Aufnahmen von Straßen und Häusern für den Dienst "Google Street View" vorerst gestoppt. (© Foto: ddp)

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Die Entscheidung in Griechenland bedeutet, dass die "Street View Cars" von Google vorerst nicht durch das Land fahren dürfen. Die auf dem Dach dieser Autos montierten Kameras lichten ihre Umgebung in einer 360-Grad-Rundumsicht ab und versehen die Aufnahmen mit Geodaten, also den genauen Längen- und Breitengraden.

Google solle zunächst erklären, wie die aufgenommenen Rohdaten vor Missbrauch geschützt werden können, hieß es in der Entscheidung der HDPA vom Montag. Auch müsse erklärt werden, wie Anwohner vor den Aufnahmen informiert werden sollen. "Einfach das Auto zu kennzeichnen, wird nicht als adäquate Form der Benachrichtigung angesehen." Daher werde eine Genehmigung des Dienstes zunächst nicht gewährt, erklärte die Behörde.

"Google nimmt den Datenschutz sehr ernst"

Google-Sprecherin Elaine Filadelfo sagte am Unternehmenssitz in Kalifornien, die Behörde werde alle verlangten Informationen bekommen. "Google nimmt den Datenschutz sehr ernst." Um den griechischen Vorschriften zu entsprechen, würden vor dem Start der Anwendung Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht. Das Internet-Unternehmen bietet bislang auch an, auf Antrag einzelne Darstellungen von Häusern zu löschen.

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