Googles Ende der Selbstzensur scheint Folgen zu haben: Zwischenzeitlich war die Suchmaschine in China teilweise nicht erreichbar - das Unternehmen macht Peking verantwortlich.
Eine Woche nach der Umleitung von Google-Suchanfragen in China zum unzensierten Angebot in Hongkong hat der US-Internetriese die chinesische Zensur für zwischenzeitliche Probleme verantwortlich gemacht. Da google.com.hk nur vorübergehend blockiert gewesen sei, sei dies auf Eingriffe in die "Große Internet-Mauer" zurückzuführen, sagte ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.
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Bus mit Google-Werbung in Peking: Der Internetkonzern leitet Suchanfragen nach Hongkong um. (© Foto: AP)
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"Es ist interessant festzustellen, dass die Suchmaschine in China wieder normal funktionniert, obwohl wir von unserer Seite nichts verändert haben." Am Dienstag hatten Suchanfragen über Google in China, insbesondere in der Hauptstadt Peking, keine Ergebnisse geliefert. In Shanghai hingegen funktionierte das Angebot.
Google selbst glaubte zunächst, eine auf den ersten Blick kleine interne Änderung habe eine Blockade durch die chinesischen Behörden ausgelöst. Später stelle der Internet-Konzern jedoch fest, dass die Anpassung bereits eine Woche alt war, sich also etwas am Verhalten der chinesischen Überwachungstechnik geändert haben müsse.
Auch Probleme mit dem Mobilangebot
Nach ersten Vermutungen von Google war die Zeichenfolge RFA in einem neuen Programmcode für die Suchanfragen der Auslöser der Störung. Die Buchstaben-Kombination werde von der chinesischen Internetzensur - der sogenannten "Great Firewall" - offensichtlich als Abkürzung für Radio Free Asia interpretiert, was zu einer automatischen Blockade der Ergebnisseiten führe.
Der von den USA finanzierte Radiosender, der Programme in ganz Zentral- und Südostasien ausstrahlt, wird von der Regierung in Peking nach Kräften blockiert. Allerdings teilte Google später mit, die Änderung sei bereits vor einer Woche vorgenommen worden.
Auf einer Google-Informationsseite zur Verfügbarkeit seiner Services in China werden seit dem 28. März auch Störungen im mobilen Dienst angezeigt. Ob die chinesischen Behörden dafür verantwortlich sind, ist jedoch ungewiss. Ein Sprecher des chinesischen Ministeriums für Informationstechnologie sagte dem Wall Street Journal, ihm seien keine Störungen bekannt.
Umleitung nach Hongkong
Nach monatelangem Streit über Hackerangriffe und Zensurbestimmungen in China hatte Google seine dort selbst auferlegten Beschränkungen vor einer Woche für beendet erklärt. Die Besucher der Website google.cn wurden seitdem auf die Hongkonger Website google.com.hk umgeleitet. Dort stehen unzensierte Angebote auf Chinesisch zur Verfügung, die sich speziell an Nutzer aus der Volksrepublik richten.
Für die Chinesen ändert sich mit Googles Vorstoß allerdings kaum etwas: Die Zensur der Seite wird jetzt von der chinesischen Überwachungstechnik erledigt. Sie können über die Hongkonger Seite zwar Treffer zu aus Sicht von Peking politisch heiklen Inhalten sehen, doch anklicken können sie sie nicht.
In China herrscht eine strenge Internetzensur. Die fast 400 Millionen Nutzer in dem kommunistischen Land dürfen auf viele ausländische Seiten wie das Internet-Netzwerk Facebook und das Video-Portal Youtube nicht zugreifen.
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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/joku)
Rekord in Deutschland
Keiner!!
Und wer glaubt, dass China auf Dauer Informationen zensieren kann? Auch keiner.
Eine Menge schlechter Publicity für China... man kann doch ganz sauber und politisch korrekt zensieren; eigentlich reicht es, Kinderpornos und Terrorismus vorzuschieben und weg ist das Unerwünschte!
Wir können von der Leyen, Malmström, Wiefelspütz, Bosbach und Uhl ja nach China vermieten. Da können sie sich mit ihren faschistoiden Gedanken mal so richtig austoben und wir finanzieren damit Hartz 5 mit 2500 Existenzminimum und drei Familienurlauben inklusive...