Wer mit Computer oder Handy im Internet surft, dem drohen gewaltige Mehrkosten: Die Länder prüfen offenbar, die GEZ-Gebühr voll einzufordern.
Die Ministerpräsidenten erwägen laut einem Zeitungsbericht, auch Menschen ohne Fernseher zu GEZ-Vollzahlern zu machen. Künftig könnten auch Laptops und internetfähige Mobiltelefone voll gebührenpflichtig werden, wenn deren Besitzer nicht ohnehin ein TV- und ein Radiogerät angemeldet hätten, berichtete die Welt.
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In Zukunft könnte es dreimal so teuer werden: Die Bundesländer wollen die Gebühr für PCs und Handys verdreifachen. (© Foto: dpa)
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Bisher zahlen Haushalte ohne Fernseher den verminderten GEZ-Satz von 5,76 Euro für internetfähige Mobiltelefone und Laptops. Der volle Beitrag für Fernseher liegt bei 17,98 Euro. Würde künftig auch für PC und Handy der volle Betrag fällig, entspräche dies fast einer Verdreifachung der Gebühren.
Die Ministerpräsidenten würden derzeit zwei Gebührenmodelle diskutieren, sagte Martin Stadelmaier, Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz der Welt. Beide Modelle würden vorsehen, den ermäßigten Tarif für internetfähige Geräte abzuschaffen.
Hintergrund der Überlegungen ist die sogenannte Medienkonvergenz, also das Zusammenwachsen von einzelnen Empfangsgeräten in einem einzigen: Mit Computern oder Handys kann man kommunizieren, Radio hören - und auch fernsehen, ohne TV-Gerät.
Nach dem ersten der beiden diskutierten GEZ-Modelle wäre künftig jeder Haushalt gebührenpflichtig - egal, wie viele und welche Geräte vorhanden sind. Ob dies allerdings rechtlich zulässig ist, wird gegenwärtig geprüft. Das zweite Modell würde vorsehen, für internetfähige Geräte wie Laptops und Smartphones die gleichen Gebühren zu verlangen wie für Fernseher.
Bundesländer wollen die Überprüfer der GEZ stärken
Weiter hieß es in dem Bericht, die Ministerpräsidenten planten eine Umkehr der Beweislast: Gebührenpflichtige sollen den Nachweis erbringen müssen, dass sie keines der Geräte besitzen, wenn sie nicht zahlen wollen. Bisher musste die GEZ beweisen, dass jemand ein gebührenpflichtiges Gerät besitzt, bevor sie Geld verlangen konnte.
Die neue Regelung soll dafür sorgen, dass die Rundfunkeinnahmen nicht einbrechen werden, wenn immer mehr Menschen zum PC und Handy greifen, anstatt sich ein Radio oder einen Fernseher anzuschaffen.
Noch würden die Bundesländer jedoch eine Gerichtsentscheidung abwarten müssen. Im Oktober hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main entschieden, dass "multifunktionale Geräte" wie Handys oder PCs "zu vielen anderen Zwecken bereitgehalten" würden. Man könne "aus dem bloßen Besitz dieser Geräte nicht mehr automatisch auch auf ein Bereithalten zum Rundfunkempfang" schließen. Mit anderen Worten: Die gleiche Gebühr auf Handys und PCs zu verlangen wie auf Radios sei nicht zulässig.
Der Hessische Rundfunk habe jedoch gegen das Urteil Berufung eingelegt. Kippt das Urteil, könnten die Ministerpräsidenten ihre neuen Pläne verwirklichen.
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(sueddeutsche.de/AP/rasa)
"...laut einem Zeitungsbericht, ..."
Der "Zeitungsbericht" war ein Artikel, den der Kölner Stadtanzeiger von der Website CARTA abgekupfert hat und in Pressemitteilungen dann als eigene Recherche verhökerte.
Wenn man den Statistiken glaubt haben über 90% der Haushalte ein Fernsehgerät angemeldet. Trotzdem findet es man bei der GEZ gerechtferigt mit Stasi Methoden die letzten Nichtzahler ausfindig zu machen. Nun die Spitze der Sinnlosigkeit, zukünftig soll man auch ohne Fernsehgerät Fernsehgebühren zahlen.
Liebe Politiker schafft die GEZ endlich ab und finanziert den öffentlichen Rundfunk über die Steuern - auch Straßen und Schulen bezahlt man unabhängig von der Nutzung.
Positive Nebeneffekte:
- Gesparte Ausgaben für eine GEZ
- Kein Ausspionieren von Bürgern
- eine einfache Regelung, die jeder Bürger versteht
... muss eine Schuld nachgewiesen werden, um verurteilt zu werden. Nicht umgekehrt...
Mit dieser genialen Steilvorlage für die Piratenpartei erreichen die Herrn Parteipolitiker wahrscheinlich eher das Gegenteil vom Beabsichtigten...
Die öffentlich-rechtlichen kommen den im Staatsvertrag geregelten Aufgaben in etwa dem Maße nach, wie die Landesbanken Ihrem Auftrag, den DEUTSCHEN Mittelstand zu finanzieren.
Für diese Themaverfehlung treibt die GEZ runde 8 000 000 000,-- Euro ein.
Sollte für den gebotenen Schund eigentlich reichen ?
Wenn dem so wäre, müßten sich also die GEZ-Gebühren nach unten bewegen, da jetzt mehr Beitragszahler für die gleiche Summe aufkommen.
Alleine, daß darüber gar kein Wort verloren wird, zeigt die Ignoranz und Geldgier des Molochs der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die ja gerne als Tummelplatz unserer ach so fähigen Politiker mißbraucht werden. Die beweisen ja auch täglich, daß Sie kein Problem damit haben, für 1,--Steuereuro locker 2,-- Euro auf Kosten der nächsten Generation auszugeben.
Nicht nur die GEZ braucht eine Grundsatzdiskussion, ob die Realität den ursprünglichen und richtigen Zweck längst in Frage stellt.
Die GEZ war nie dafür vorgesehen, Quotenfernsehen zu finanzieren. Mittlerweile ist Sie dazu pervertiert, zur Pfründesicherung selbst Quote zu machen. Und das wird über kurz oder lang zu einem ähnlichem Desaster führen, das dem der Landesbanken durchaus ähnlich ist.
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