Anfang März will Apple sein neues iPad 3 vorstellen. Laut Branchengerüchten soll es kleiner werden und schneller funken: Sowohl eine LTE- als auch Acht-Zoll-Version sollen in Vorbereitung sein. Allerdings glauben nicht alle Experten an ein Mini-iPad.
Die neue Generation von Apples iPad könnte kleiner und schneller werden. Der Computerkonzern aus dem kalifornischen Cupertino arbeite Brancheninformationen zufolge sowohl an einem Tablet-Modell mit dem neuen, extrem schnellen Datenfunk LTE als auch an einer geschrumpften Acht-Zoll-Version, berichtet das Wall Street Journal.
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Die Vorstellung der dritten iPad-Generation wird für die erste Märzwoche erwartet. Unter Berufung auf Apple-Zulieferer berichtet die Zeitung, dass Apple Entwürfe für ein neues Gerät mit einer Bildschirmdiagonalen von acht Zoll (20,3 Zentimeter) präsentiert habe.
Acht-Zoll-Version
Trotz des kleineren Displays solle das Gerät dieselbe Auflösung haben wie bisher. Offen sei aber noch, ob Apple das Gerät in Serie gehen lässt. Eine Sprecherin wollte den Vorgang dem Bericht zufolge nicht kommentieren. Das aktuelle iPad 2 liefert Apple bisher lediglich mit einer Diagonalen von 9,7 Zoll aus. Die kleinere Acht-Zoll-Version könnte etwa mit dem Galaxy Note des Rivalen Samsung konkurrieren, das mit seinem 5,3-Zoll-Bildschirm zwischen Smartphone und Tablet-Rechner angesiedelt ist.
Allerdings sind nicht alle Apple-Kenner von einem Mini-iPad überzeugt: John Gruber vom Blog Daringfireball rechnet damit, dass Apple weiterhin bei einer Diagonale von 9,7 Zoll bleiben wird. Die kleineren Varianten habe das Unternehmen bereits vor einigen Jahren getestet, aber für nicht markttauglich befunden.
Namentlich nicht genannte Quellen berichten der Zeitung auch, dass die Mobilfunkanbieter Verzion und AT&T das LTE-Modell des iPad 3 nach dem Marktstart in den USA verkaufen würden. Bisher unterstützen sowohl das iPad 2 als auch Apples iPhone-Handys lediglich den langsameren UMTS-Standard.
Weltweit rüsten Mobilfunkbetreiber derzeit aber ihre Netze auf, um die schnelleren Verbindungen zu ermöglichen. Traditionell pflegt Apple einen Geheimnis-Kult um seine neuen Geräte. Technische Neuerungen, Leistungsdaten und selbst das Programm von Präsentationen werden vom Konzern nicht vorab mitgeteilt und allenfalls gerüchteweise bekannt.
Zuletzt hatten die Spekulationen um den Vorstellungstermin des iPad 3 den Kurs der Apple-Aktie erstmals über die Marke von 500 Dollar gehoben - trotz des weiter tobenden Patentkriegs mit Samsung, Motorola und anderen Rivalen. Apple ist mit einem Marktwert von rund 460 Milliarden Euro das derzeit wertvollste Unternehmen der Welt.
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(sueddeutsche.de/dapd/mri)
OB-Kandidatin Nallinger
Mich erschreckt (immer wieder neu), mit welcher Überraschung darüber berichtet wird, das Apple ‘jetzt’ XX-Zoll-Displays ‘testet’. Die iPad-Höhe von 241,2 Millimetern in seinem 4:3-Seitenverhältnis sind kein Zufall sondern das Ergebnis unzählbarer Produktproben.
Seit Apple mit dem iPhone kurzzeitig Quasimonopol-Blut geleckt hat, fällt das Unternehmen nicht mehr so sehr durch Kreativität auf, wie noch davor. Vielmehr dadurch, altbekanntes etwas schneller zu machen und durch den Versuch, Konkurrenz zu vernichten.
Geräte schneller, größer oder kleiner zu machen ist aber keine Kunst, die man mit Apple verbindet. Das macht die Konkurrenz durchweg besser.
Die Unterstützung von LTE in Mobilgeräten ist für Deutschland zur Zeit auch noch eine irrelevante Neuigkeit, da LTE zur Zeit eher in ländlichen Gebieten verfügbar ist, und momentan weniger als besseres UMTS, sondern (auch tarifseitig) mehr als Ersatz für nicht verfügbares DSL gedacht ist. Relevant ist die LTE-Unterstützung eher Kunden in den USA, da dort einige Provider kein GSM/UMTS unterstützen, sondern "nur" CDMA/LTE.
Das Metier von Apple ist es, bestehende Produktdesigns zu kombinieren. So ist aus der Kombination der Leistung von Netbooks, dem Format des Kindle und einer Touchscreen-Funktion ein iPad entstanden.
Das iPad 3 müsste, um überhaupt beeindrucken zu können, designmäßig dermaßen bahnbrechend und wegweisend daherkommen, dass alles bisher dagewesene im Schatten steht - oder mit einer Mega-Innovation aufwarten: Interoperabilität. Das ist allerdings nicht zu erwarten. Es wird lediglich schneller sein. Aber das ist ja auch schon was.