George "GeoHot" Hotz Facebook angelt sich den iPhone-Hacker

Er knackte unter anderem das iPhone und die Playstation 3: Der junge Hacker George Hotz gilt in der Hackerszene als Star - und arbeitet nun offenbar für Mark Zuckerberg.

Anfang des Jahres sah die Zukunft für George "GeoHot" Hotz noch alles andere als rosig aus: Weil er im Internet eine Gebrauchsanweisung veröffentlicht hatte, mit deren Hilfe Nutzer der Playstation 3 fremde Software auf der Konsole installieren konnten, ging Hersteller Sony juristisch gegen ihn vor.

Ein paar Monate später hat sich die Lage verändert. Auch wegen des GeoHot-Streits sieht sich Sony immer wieder anonymen Hacker-Angriffen ausgesetzt, Hotz selbst musste keine hohen Schadensersatzforderungen begleichen sondern einigte sich mit dem japanischen Unternehmen auf einen Vergleich.

Das Versprechen, keine Gebrauchsanweisungen zum Jailbreak von Sony-Geräten mehr zu veröffentlichen, kann der 21-Jährige offenbar ebenfalls ohne Probleme einhalten: Wie die Huffington Post berichtet, arbeitet er nun offenbar für Facebook.

Die inoffizielle Bekanntgabe übernahm GeoHot auf Facebook selbst: "Facebook ist ein toller Arbeitgeber...der erste Hackathon ist gerade vorbei", schrieb er demnach vor einigen Tagen auf seiner Pinnwand. Hackathons sind regelmäßige Programmierwettbewerbe, mit deren Hilfe das Unternehmen von Mark Zuckerberg die Kreativität seiner Mitarbeiter fördern möchte.

Offiziell gibt es von Hotz und Facebook bislang keine Stellungnahmen. Eine Verpflichtung des Hackers wäre für Facebook in den Augen der meisten Beobachter ein Gewinn, gilt dieser doch als äußerst talentiert.

Bereits 2007 sorgte er als 17-Jähriger für Schlagzeilen. Damals war er der Erste, der die SIM-Sperre des iPhones knackte, um das Smartphone für Kunden anderer Handy-Anbieter als AT&T zu öffnen. Die Teilnahme an einem Hacker-Wettbewerb rund um das iPad 2 soll Hotz nun aufgrund seiner neuen Aufgabe abgesagt haben.