YouTube weigert sich angeblich, diese Informationen herauszugeben. Und am Dienstagmittag informierte YouTube die GEMA schriftlich darüber, dass die Videos der Plattenfirmen für deutsche Nutzer nun gesperrt werden.

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YouTube sind auf der anderen Seite die Forderungen der GEMA zu hoch. Es sei ein Listenpreis von zwölf Cent je Stream gefordert worden. Das würde bedeuten, dass jedes einzelne Abspielen eines Videos einzeln mit dieser Summe berechnet würde. Bisher war die Vergütung mit einer Pauschalsumme abgegolten worden, die auch die Rechte der Komponisten an illegalen Mitschnitten beinhaltete.

Die GEMA-Sprecherin Bettina Müller erwiderte, über genaue Summen sei es bei den Verhandlungen bisher nicht gegangen. Man habe YouTube ein Angebot gemacht, pro Stream einen Cent zu entrichten. YouTube konterte: Selbst dieser Betrag sei "nicht hinnehmbar". Ein Cent sei fast das Fünffache der Summe, die bei ähnlichen Verhandlungen in England gefordert wird, wo man schon seit drei Wochen keine offiziellen Musikvideos auf dem Videoportal sehen kann.

Als Weltkonzern sind YouTube und sein Mutterkonzern gezwungen, sich im Rahmen der jeweils nationalen Gesetze und Regelungen zu bewegen. Das ist nicht immer einfach. Es ist im Konzept von YouTube zum Beispiel weder eine Kontrolle dafür vorgesehen, welche Videos die Millionen Nutzer hochladen, noch welche Videos sie sich ansehen. Das widerspräche den Gepflogenheiten des Internets und nicht zuletzt dem Datenschutz.

Viel einfacher als Gesetze und Vereinbarungen zu befolgen, ist es jedoch, Gesetze und Vereinbarungen so zu verändern, dass sie Urheberrecht und Lizenzregelungen aufweichen. Dafür braucht man eine Lobby. Die Lobby von YouTube und Google sind die Millionen Nutzer, die gewohnt sind, Inhalte im Netz umsonst zu beziehen. Bestraft man diese Nutzer nun mit dem Entzug der Gratisinhalte, schafft man Unmut. Und so kommen die Politik und Kontrollinstanzen unter Druck. Denn die meisten Nutzer sind auch wahlberechtigte Bürger.

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  1. Digitales Säbelrasseln
  2. Sie lesen jetzt Lobby von YouTube sind die Millionen Nutzer
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(SZ vom 02.04.2009/akh/plin)