Die Gema und YouTube können sich nicht einigen. Es ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere Musikvideos auf YouTube gesperrt werden.
Am Dienstag drohte das führende Videoportal im Internet, YouTube, damit, Musikvideos von Plattenfirmen für deutsche Nutzer zu sperren. Auslöser des Säbelrasselns war, dass sich das Videoportal mit der deutschen Verwertungs-Gesellschaft GEMA über die Verlängerung des Tantiemenvertrags nicht einig wird.
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Der Streit mit Youtube spitzt sich laut Gema zu. (© Foto: dpa)
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Am Mittwoch waren die ersten Videos gesperrt. Wer sich zum Beispiel "Viva La Vida" von Coldplay ansehen wollte, der bekam nur die Nachricht zu sehen: "Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar." Nun waren die meisten anderen Videos am Mittwoch zwar noch zu sehen.
Laut Firmensprecher Henning Dorstewitz sind weitere Sperrungen aber nur eine Frage der Zeit, weil die Suchmaschinen diese Videos erst finden müssten. Nicht betroffen wären sowieso diejenigen Mitschnitte, die die Mehrzahl der Musikvideos bei YouTube bilden - die illegalen Fernseh- und Konzertmitschnitte.
Nach letztem Erkenntnisstand konnte sich die Firma bei den Verhandlungen um eine Verlängerung des bisherigen Vertrages mit der Verwertungsgesellschaft GEMA bisher nicht auf eine neue Vereinbarung einigen.
Der bisherige Vertrag, der die Abgeltung von Lizenzgebühren für Kompositionen an die GEMA regelte, hatte in den vergangenen 18 Monaten Gültigkeit. Nun läuft er aus. Über die Details schweigen sich beide Seiten aus.
Laut GEMA spitzte sich der Streit nun zu, weil diese Einblick in die Zahlen von YouTube forderte. Das Videoportal soll vor allem offenlegen, welche Werke von welchen Komponisten wie oft abgerufen werden. Die GEMA braucht diese Zahlen, um mit ihren Mitglieder korrekt abzurechnen. Dieses Verfahren ist bei Radiosendern üblich, die genaue Listen führen, welche Stücke gespielt werden. Aufgrund dieser Listen werden dann die Ausschüttungen für jedes einzelne GEMA-Mitglied berechnet.
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Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
Durchaus verständlich Deine Ausführungen, wenn man sich in die Sichtweise eines gemeinen Verkäufers versetzen kann.
Das Internet wird derzeit eine eher lokalisierte und zensierte Angelegenheit.
Wenn A nicht sieht, was B sieht - dann gute Nacht.
"Aber wenn die Gema horrende Summen für diese Musikvideos verlangt, die ja teilweise datenreduziert bis zum Geht-nicht-mehr sind, so ist das nicht in Ordnung"
Ich muss gleich weinen Hoffentlich muss Youtube nicht wegen Insolvenz schließen.
Die GEMA will schon nicht dir kleinem Nutzer das Geld aus der Tasche ziehen. Sie vertritt die Künstler und wenn mich jemand bei Vertragsverhandlungen vertritt, hätte ich auch gerne, dass derjenige versucht, das bestmögliche rauszuholen. Ebenso wie Youtube.
Die Qualität mag für dich ja ein Argument sein, aber ändert nichts an der Verwendung. Und ein "das ist nicht in Ordnung" spielt in dieser Liga wirklich keine Rolle. Das kannst du sagen, wenn du das nächste mal im Laden Rabatt haben möchtest.
Und nebenbei. Offenbar ist es in Ordnung dass amerikanische Internetunternehmen Milliarden scheffeln indem sie das Urheberrecht sehr großzügig auslegen, und wenn jemand berechtigterweise davon was abhaben will ist der Aufschrei groß, denn das hilft ja nur dem Künstler und nicht dem Nutzer.
Eine fragwürdiger Moral wird hier vertreten. Man könnte den Eindruck gewinnen YouTube und Co machen das alles aus reiner Nächstenliebe.
"Wenn Youtube diesen Vorteil aber nutzen will, muss es dafür einen Ausgleich zahlen. Das ist nicht nur im Internet so. "
Das kann schon sein. Aber wenn die Gema horrende Summen für diese Musikvideos verlangt, die ja teilweise datenreduziert bis zum Geht-nicht-mehr sind, so ist das nicht in Ordnung.
ich liebe diese Gesellschaft sicher nicht, aber was hier für hirnlosem Schrott an Kommentaren abgegeben wird ist nur zum Kopfschütteln.
Erstens möchte ich sehen wie jeder einzelne kleinere bis mittlere Künstler selbst jeder Radio und Fernsehstation, die Plattenverkäufe etc überwacht und das Geld eintreibt. Wisst ihr was das für ein Aufwand ist? Wohl nicht.
Und zweitens geht es in diesem geschilderten Fall einfach nur um Verträge. Youtube profitiert davon, dass Videos von Künstlern auf ihrer Seite sind, also haben die Künstler auch einen Anspruch auf einen Anteil. Ist bei Radio und so genauso, die Leute hörens weil die bestimmte Musik läuft.
Wenn man sich Musik zum anhören und später vielleicht kaufen runterlädt, dann ist das zwar illegal, aber man hat keinen gesteigerten Erwerb wegen und auf Kosten des Künstlers. Wenn Youtube diesen Vorteil aber nutzen will, musst es dafür einen Ausgleich zahlen. Das ist nicht nur im Internet so.
Und drittens. Wer hier GEZ und GEMA vergleicht soll sich in eine Ecke stellen und schämen. Und in Zukunft am besten still sein, wenn man keine Ahnung hat.
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