Von Andrian Kreye und Jens-Christian Rabe

Die Gema und YouTube können sich nicht einigen. Es ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere Musikvideos auf YouTube gesperrt werden.

Am Dienstag drohte das führende Videoportal im Internet, YouTube, damit, Musikvideos von Plattenfirmen für deutsche Nutzer zu sperren. Auslöser des Säbelrasselns war, dass sich das Videoportal mit der deutschen Verwertungs-Gesellschaft GEMA über die Verlängerung des Tantiemenvertrags nicht einig wird.

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Der Streit mit Youtube spitzt sich laut Gema zu. (© Foto: dpa)

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Am Mittwoch waren die ersten Videos gesperrt. Wer sich zum Beispiel "Viva La Vida" von Coldplay ansehen wollte, der bekam nur die Nachricht zu sehen: "Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar." Nun waren die meisten anderen Videos am Mittwoch zwar noch zu sehen.

Laut Firmensprecher Henning Dorstewitz sind weitere Sperrungen aber nur eine Frage der Zeit, weil die Suchmaschinen diese Videos erst finden müssten. Nicht betroffen wären sowieso diejenigen Mitschnitte, die die Mehrzahl der Musikvideos bei YouTube bilden - die illegalen Fernseh- und Konzertmitschnitte.

Nach letztem Erkenntnisstand konnte sich die Firma bei den Verhandlungen um eine Verlängerung des bisherigen Vertrages mit der Verwertungsgesellschaft GEMA bisher nicht auf eine neue Vereinbarung einigen.

Der bisherige Vertrag, der die Abgeltung von Lizenzgebühren für Kompositionen an die GEMA regelte, hatte in den vergangenen 18 Monaten Gültigkeit. Nun läuft er aus. Über die Details schweigen sich beide Seiten aus.

Laut GEMA spitzte sich der Streit nun zu, weil diese Einblick in die Zahlen von YouTube forderte. Das Videoportal soll vor allem offenlegen, welche Werke von welchen Komponisten wie oft abgerufen werden. Die GEMA braucht diese Zahlen, um mit ihren Mitglieder korrekt abzurechnen. Dieses Verfahren ist bei Radiosendern üblich, die genaue Listen führen, welche Stücke gespielt werden. Aufgrund dieser Listen werden dann die Ausschüttungen für jedes einzelne GEMA-Mitglied berechnet.

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  1. Sie lesen jetzt Digitales Säbelrasseln
  2. Lobby von YouTube sind die Millionen Nutzer
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