Bis zu zwei Millionen Deutsche sind mediensüchtig. Doch diese Abhängigkeit ist keine anerkannte Krankheit. Ein neuer Fachverband soll das ändern.
Mediensüchtige Menschen sollen bei der Diagnose und Behandlung ihrer Krankheit künftig mehr Unterstützung erfahren. Dazu ist am Mittwoch in Lüneburg der Fachverband Medienabhängigkeit gegründet worden.
PC-Spieler: In Deutschland gibt es bis zu zwei Millionen mediensüchtige Menschen. (© Foto: AP)
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Darin vernetzten sich Experten aus Wissenschaft und Praxis. Ziel sei es, Betroffenen wie Computerspiel-Süchtige Hilfe auf Krankenschein zu ermöglichen, erklärte der Verbandsvorsitzende Günter Mazur. Zu den Gründern zählen Experten von der Medizinischen Hochschule Hannover, vom Mainzer Universitätsklinikum, von Fach- und Landesstellen sowie die Stiftung Medien- und Onlinesucht.
Anders als die Glücksspielsucht ist Medienabhängigkeit erst wenig erforscht und keine anerkannte Krankheit. Dem Verband zufolge haben in Deutschland bis zu zwei Millionen Menschen eine Mediensucht entwickelt. Therapiekonzepte aus dem Bereich Glücksspiel seien aber nicht einfach übertragbar, sagte Mazur, der als Psychotherapeut an den Fachkliniken Nordfriesland arbeitet.
"Glücksspieler sind tendenziell narzisstisch und extrovertiert, Mediensüchtige dagegen eher ängstlich, zurückgezogen, kontaktscheu und sozial gehemmt." Eine stationäre Behandlung dauere für sie zwei bis drei Monate. Bislang zahlten viele Kassen freiwillig.
Nach Zahlen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) spielen neun Prozent der 15-Jährigen in Deutschland exzessiv am Computer, das bedeutet mehr als 4,8 Stunden täglich.
Fünf Prozent der Jugendlichen weisen Symptome einer Abhängigkeit auf, beispielsweise den Verlust der Kontrolle über die Spielzeit, das Vernachlässigen von Freundschaften, Hobbys oder der Schule oder Entzugserscheinungen wie Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit und Aggressivität.
habe selber einen doppelten Bandscheibenvorfall und bekomme nix. Muss mir selber alles aus der Tasche zahlen! Da bekomme ich wenig bis keine Unterstützung der Orthopäden bzw. Krankenkassen
Ich muss Ihnen in dieser Hinsicht vollkommen Recht geben, nur hätte ich es ein wenig schöner "verpackt".
Wenn wir jemanden der zuviel vor dem Rechner hockt noch für "offiziell" krank erklären, dann sage ich da nur armes Deutschland.
Diese Leute bezahle ich dann von meinen Krankenkassenbeiträgen und mein Vater der schwere Rückenleiden hat und dadurch stark eingeschränkt ist bekommt keine Massagen etc.
Diese ganzen Nerds sollen doch in ihren Kellern bleiben.
Guten Tag
Im Prinzip wird hier nur wieder versucht eine weitere Geldquelle zu erschließen, zulasten von einer vermeintlichen Minderheit- auch Zocker genannt. Wie kommt es das sich ausschließlich Leute zu dem Thema in den Medien herumkrakeelen, die von der Materie absolut NULL Ahnung haben? (Bei einigen wage ich zu bezweifeln ob sie überhaupt wissen wo man den PC überhaupt startet...) Von der Überschrift will ich mal gar nicht Sprechen, ich warte nur noch bis die Schrift c.a. 5- 10 cm breiter gemacht und Rot angepinselt wird...
Dummerweise gibts aber auch dazu immer noch Leute die solche Meldungen gierig aufsaugen um auf irgendetwas herumhacken zu können (wie man im ersten Kommentar wunderbar erkennen kann). ich selbst spiele auch eines dieser pööösen Onlinegames, bin aber im Büro wesentlich länger online als zu Hause. Mein Kollege jedoch hockt fast rund um die Uhr in E-Bay - so viel dazu.
man kann alles mit einer Exzessiven Nutzung zur Sucht werden lassen, jedoch ist vieles was Heutzutage als Sucht deklariert wird meist weniger heftig als es von manchen Gruppen herum gereicht wird.
Noch mal zur Klarstellung meinerseits- Natürlich kann man onlinesüchtig werden- Nerds aus Fernost beweisen es ab und zu auf drastische Art und weise. Jedoch die komplette Spielerschaft zu diskriminieren und Pauschal als "Loser" dazustellen ist weder gerechtfertigt noch Fair.
wird Medien- und Onlinesucht sofort wieder mit Computerspielen in Verbindung gebracht?
Sicher, die Computerspiele wie WARHAMMER, Lord of the Rings online und WoW tragen ihren Teil dazu bei. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es genauso Menschen gibt, die den ganzen Tag bei Ebay verbringen, statt zu arbeiten (das kann man oftmals auch vom Büro aus). Hier kommt Onlinesucht und Kaufsucht zusammen. Oder auch das Verbringen der Zeit in Chatrooms oder Blogs... Solches Suchtverhalten wird wieder nicht berücksichtigt.
Hier werden wieder Online-Gamer mit Drogensüchtigen und Spielsüchtigen auf eine Stufe gestellt. Schade, dass es immer so einseitig gesehen wird.
danke josky01 für den sehr treffenden Kommentar!
ein Irrsinn, was heutzutage alles als Krankheit gelten soll. Und die Krankenkassen sollen's wieder richten.
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