Seit 1. Januar sind GEZ-Gebühren für Computer mit Netzanschluss, internetfähige Handys und PDAs fällig. Wer die Gebühr von 5,52 Euro monatlich bezahlen muss, ist aber vielen Nutzern nicht klar.
Seit 1. Januar sind neben Radios und Fernsehgeräten auch internetfähige Computer GEZ-gebührenpflichtig. Allerdings muss nicht jeder zahlen. "Wegen der unübersichtlichen Gebührenstruktur ist vielen noch nicht klar, ob sie betroffen sind", sagt Thomas Mosch, Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) .
(© Foto: GEZ)
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Fest steht, dass alle PC-Nutzer, aber auch Personen, die internetfähige Handys und PDAs verwenden, automatisch zu Kunden der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) werden, da via Internet der Empfang von Radio- und Fernsehsignalen möglich ist.
Vor allem Selbstständigen und Freiberuflern bereitet die neue Regelung Sorgen, da die GEZ streng zwischen Wohn- und Bürobereich unterscheidet: Ein angemeldeter Fernseher im Wohnzimmer entbindet nicht von der PC-Gebühr im Heim-Büro.
Auch Unternehmen müssen für Internet-PCs und neuartige Empfangsgeräte Gebühren entrichten. Die Zahlung wird nicht pro Rechner fällig, sondern pro Filiale. Handys und Laptops sollten einem Betriebsgrundstück genau zugeordnet und in einem Inventarverzeichnis eingetragen werden. Nur dann sind die Geräte von einer separaten Gebühr befreit, rät der BITKOM.
Reform schon 2008
Im privaten Bereich ist die Gebührenpflicht entschärft. Wer bereits für einen gemeldeten Radio oder Fernseher zahlt, ist von der neuen Monatsgebühr von 5,52 Euro für den internetfähigen Computer entbunden. Ein pragmatischer Zugang der GEZ, da Privatpersonen der Besitz von Empfangsgeräten schwer nachgewiesen werden kann.
Die GEZ ist keine Behörde, sondern ein Dienstleister der Rundfunkanstalten ARD und ZDF, und kann keine Privatpersonen zur Auskunft über den Besitz eines Computers zwingen. Wer eine Homepage betreibt, sollte dennoch aufpassen, da hier der Verdacht nahe liegt, dass ein privater Internet-PC im Spiel ist.
Viel Zeit sich mit der neuen Rundfunkgebührregelung anzufreunden bleibt nicht. Für das Jahr 2008 ist eine vollständige Reform der Rundfunkfinanzierung geplant. Ziel ist ein Abbau der Bürokratie und ein vereinfachen der GEZ-Regeln.
Der BITKOM fordert in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der Hightech-Branche eine einheitliche und niedrige Rundfunkabgabe, für Haushalte und Unternehmen. "Dann müsste man nicht ständig die Regeln ändern, wenn neue Hightech-Geräte auf den Markt kommen", sagt Mosch.
(pte)
Wirbel um Obama-Biographie
Ich finde ich das eine Frechheit. Ein TV-Gerät kauft man einmal u. kann dann TV empfangen. Die Sende-Infrastruktur wird auch aus den GEZ-Gebühren bezahlt.
Wenn ich dagegen einen [internetfähigen] PC habe, kann ich nicht einfach TV 'empfangen', sondern muß mir erstmal selber noch einen kostenpflichtigen Breitbandzugang besorgen (derzeit meist DSL+Flatrate).
Hab mich vor einiger Zeit mehr oder weniger bewußt gegen TV-Glotzen entschieden (zahle nur Radio-GEZ, weil ich ein Autoradio habe) u. sehe überhaupt nicht ein, daß diese Neureglung irgendwie rechtens wäre (bzw. die angedachte Haushalts-/Personenabgabe). Die müssen da nicht nachträglich u. ungefragt TV-Streams ins Inet stellen. Zumindest können die Streams über ein Gateway gehen, wo nur Leute mit einem Zugang (der ja meinetwegen an die GEZ-Zahlung gekoppelt sein kann) reinkommen.
Wenn ich für meinen Internetanschluss GEZ Gebühren zahlen soll, dann möchte ich dafür auch die Beiträge der ör Anstalten im I-Net angucken/ hören können. Kann doch nicht so schwer sein, die Beiträge zum Abruf bereitzustellen.
Ich denke, dass sich die ör Rundfunkanstalten ihr eigenes Grab schaufeln. Um so mehr Geld die haben wollen, desto geringer ist doch der Wille für deren Angebot zahlen zu wollen.
Mein Lieblingssender der öffentlich Rechtlichen ist Phoenix. Leider stehen die Beiträge dieses Senders ebenfalls nicht im Internet.
Für mich ist die größte Sauerei, dass man für die Möglichkeit was zu empfangen, was momentan noch gar nicht funktioniert, zahlen soll. ARD und ZDF sowie die weiteren öffentlichen sind doch gar nicht in der Lage, ihr Programm vollständig zu streamen, von der Technik her sind die noch mindestens 10 jahre entfernt, glaub die Tagesschau kann man sich anschauen... Und bei den lokalen Sendern hier wie Bayern 2 bekommt man als Feed grad mal lächerliche Interviews, aber keinen Mitschnitt des Zündfunk. Und für das soll ich dann auch noch Geld bezahlen? Das soll ja wohl ein Witz sein. Leute die in der Lage sind, anspruchsvolles Internetfernsehen zu machen haben mit der GEZ garantiert nicht zu tun und bekommen von dieser Stelle auch keinen Cent!! Und Internetradio ist auch eine Ausflucht aus dem drögen öffentlichen Radioquatsch, wo man sich eh fragt, wer den sowas hört und ob das Zielpublikum der meisten Sender nur noch über 50 ist. Da hör ich mir doch lieber Streams von kleinen privaten Sendern, die auch nicht gefördert werden.
Aber Hauptsache, die Langweiler können noch mehr Geld für Dinge verpulvern, die keiner mag, gerade im Internetbereich ist dies ja wahrer Hohn!
Hallo Leute,
ich finde es einfach ungerecht,wie wir I-Net-Nutzer behandelt werden.Wir zahlen je nachdem schon DSLoder ADSL.Jetzt soll ich auch noch für den Nichtempfang für Fernsehen/Rundfunk bezahlen (ich habe in meinem Netzwerk keine Empfangskarte eingebaut).
Außerdem will ich nicht diese "vorgekaute Geschwätz" der sogenannten Nachrichten mir anhören,ich will mir meine Meinung selber bilden können.
Die GEZ kann euch anschreiben soviel sie will,werft das Schreiben in den Rundkorb(Abfall).Sie können auch versuchen in eure Wohnungen zu kommen - laßt sie nicht rein.Sie sind keine Polizei! Wenn ihr sie doch reinlassen solltet,unterschreibt nichts;im Gegenteil bei den üblichen Drohungen während eines solchen Gespräches ruft euren Anwalt oder die Polizei an.
Ich habe seit 9 Jahren weder Fernsehen, noch Radio, aber zwei Rechner und immer die dickste Standleitung. Mehrfach bekam ich Briefe, die ich erst mal weggeschmissen habe. Nachdem ich einen geschickt hatte in dem ich schrieb, dass ich weder Fernsehen noch Radio besitze, stellte sich für 3 Jahre Ruhe ein. Mit der Gründung des RBB wurde ich dann direkt an der Haustür belästigt. Ich habe den Herren ganz offen hereingebeten. Er hatte aber gar keine Lust meine Wohnung zu begutachten und meinte, es wäre ihm zu zeitaufwändig (ich wohne nicht in einer Villa, sondern in einer 53 qm Wohnung). Jetzt hatte ich schon befürchtet, dass der Briefterror von vorne losgeht, denn die werden ja wohl so schlau sein, Leute anzuschreiben, die weder Fernsehen noch Radio angemeldet haben. Tja, machen se aber nicht. Ich habe jedenfalls noch keinen Brief bekommen. Und so viele wird es von meiner Spezies wohl nicht geben, dass sie zwei Monate brauchen um die paar Briefe zu schicken. Bin ja mal gespannt. Ich lasse niemanden in die Wohnung. Problem ist nur, dass ich hochparterre wohne :] Mal schauen, was kommt...
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