Frankreichs Schriftsteller und Verleger wehren sich dagegen, dass Google ihre Bücher ohne Erlaubnis digitalisiert. Nun hat ein Gericht dem US-Unternehmen die Grenzen aufgezeigt.
Die US-Internetfirma Google ist in Frankreich zu 300.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden, weil sie Bücher ohne Verlagserlaubnis digitalisiert hat. Die Internetsuchmaschine habe damit das Urheberrecht verletzt und französischen Verlagshäusern einen Schaden zugefügt, urteilte am Freitag ein Gericht in Paris.
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"Scannen verboten" heißt es zumindest in Frankreich für Google (© Foto: iStock)
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Google dürfe keine Bücher mehr in Computerdateien umwandeln, solange die Verlage nicht einverstanden seien. Google hatte sich vor Gericht verantworten müssen, nachdem es vor vier Jahren mit der Digitalisierung von Büchern begonnen hatte, um sie in einer weltweit zugänglichen Großbibliothek im Internet bereitzustellen.
Gespräche mit der Nationalbibliothek
Vor Gericht gezogen waren der französische Verlegerverband, der 530 Häuser vertritt, und der Schriftstellerverband. Der Prozess wurde begleitet von einer neuen Diskussion über Google. Anlass waren Gespräche des US-Unternehmens mit der französischen Nationalbibliothek, bei denen es um die Digitalisierung ihrer Bestände ging.
Google schloss im Ausland bislang unter anderem Digitalisierungsabkommen mit der US-Kongress-Bibliothek und Universitäten wie Harvard und Oxford.
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(AFP/sueddeutsche.de/joku/holz)
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