Viele Digitalfotografierer wünschen sich immer noch Fotos zum Anfassen auf Papier. sueddeutsche.de hat getestet, welche Möglichkeiten es gibt und was es kostet.
Die Urlaubszeit steht vor der Tür und auch dieses Jahr werden wieder unzählige Fotos auf Speicherkarten, Fototanks und Festplatten abgelegt und archiviert. Doch nicht alle Fotografen wollen Ihre Bilder als Bits und Bytes auf Datenträgern lagern. Viele wünschen sich die Aufnahmen wie zu Großmutters Zeiten auf Papier. Denn nur so lassen sich die Bilder ohne großen technischen Aufwand schnell und unkompliziert präsentieren.
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(© Foto: iStockPhoto)
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Um ein digitales Bild auf Papier zu bringen, gibt es viele Möglichkeiten. Die einfachste Methode ist wohl die Ausgabe über den heimischen Drucker. Am häufigsten kommen für diesen Zweck fototaugliche Tintenstrahldrucker zum Einsatz, die weit verbreitet und relativ preiswert sind. Vorteil der Tintenstrahldrucker: sie eignen sich nicht nur für Fotos, sonder man kann mit ihnen auch Briefe, Tabellen oder Grafiken ausdrucken und das meist bis zum DIN-A4-Format.
Als Alternative gibt es Thermosublimationsdrucker - die Spezialisten für den Fotodruck. Die kompakten Geräte sind meist nur zum Ausdruck von Bildern im Postkartenformat geeignet. Vorteil dieser Modelle: Sie sind besonders klein und lassen sich zum Teil mit einem Akku fern ab von jeder Steckdose nutzen.
Alternativ zum Ausdruck am PC gibt es bei fast jedem Discounter, Elektromarkt oder Kaufhaus die Möglichkeit Bilder von der Speicherkarte auf Papier zu bringen. Diese Methode hat den Vorteil, dass man sich keinen Drucker kaufen muss und die Bilder zudem noch günstiger zu haben sind als vom heimischen "Minilabor".
Neben den Anschaffungskosten für den Drucker muss man noch mit den Kosten für Spezialpapier und Tinten rechnen. Fototaugliche Tintenstrahldrucker gibt es ab 30 Euro, der Ausdruck eines 10 mal 15 Zentimeter großen Fotos erledigen viele Modelle dieser Kategorie bereits für rund 30 Cent.
Wer einen Thermosublimationsdrucker sein eigen nenne will, der muss mit Kosten ab 70 Euro rechnen. Ein Ausdruck im Postkartenformat kostet bei einem solchen Gerät ebenfalls um die 30 Cent. Deutlich günstiger kommt man weg, wenn auf einen Drucker verzichtet wird und man das Bild über einen Fotodienst bestellt. Hier kostet der Abzug eines 10x15-Zentimeter-Fotos häufig nur rund 10 Cent.
Zum reinen Fotopreis kommen allerdings noch Versandkosten hinzu. Wer seine Bilder allerdings in einer Filiale des Anbieters abgeholt zahlt je nach Fotoservice weniger oder gar keine Versandkosten. Größter Nachteil beim Fotodienst: Die Bilder sind nicht sofort verfügbar.
Die Bildqualität kann bei den meisten Systemen überzeugen und ist mit dem klassischen analogen Bildabzug vergleichbar. Allerdings kann es bei UV-Beständigkeit, Abriebsfestigkeit und Wasserresistenz deutliche Unterschiede geben. Am anfälligsten sind dabei die Ausdrucke eines Tintenstrahldruckers.
Hier hängt die Widerstandskraft des Ausdrucks entscheidend von dem verwendeten Papier ab. Die meisten Thermosublimationsdrucker überziehen den Ausdruck mit einer Schutzfolie, sodass die Aufnahme selbst Wassertropfen trotzen kann.
(sueddeutsche.de)
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