Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther warnt vor einer realitätsfernen Prägung der Gehirne von Kindern, wenn sie zu viel Zeit mit Handy und Computer verbringen.
Der Autor des gerade erscheinenden Buchs "Computersüchtig" warnte in der Neuen Osnabrücker Zeitung, der exzessive Gebrauch der neuen Medien hinterlasse im Gehirn tiefe Spuren.
Faszination Computer (© Foto: ddp)
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"Im Klartext heißt das: Die Einführung einer neuen Kulturtechnik, in diesem Falle SMS und Handys, die Jugendliche besonders intensiv nutzen, hat dazu geführt, dass sich ihr Hirn entsprechend strukturiert."
Die Zahl computersüchtiger Kinder und Jugendlicher wird auf 100.000 geschätzt. Nach Angaben des Neurobiologen kommt es im Gehirn zur Bildung von "Autobahnen". Anfänglich dünne Verbindungswege im Gehirn würden durch intensive Nutzung immer dicker und seien am Ende gar Autobahnen: "Die sind dann so beschaffen, dass man, wenn man einmal drauf kommt, nicht wieder runterkommt", sagte Hüther.
Der Wissenschaftler erklärte, Betroffene müssten nur einen Computer sehen, schon hätten sie das Bedürfnis, sich davor zu setzen. Mit jeder Stunde aber, die Kinder vor dem Computer verbrächten, fehle ihnen eine Stunde, um ihr Gehirn für die Anforderungen im wirklichen Leben weiterzuentwickeln, warnte der Hirnforscher.
Ähnlich wie konkrete Tätigkeiten beim Computerspiel würden auch die virtuellen Vorstellungswelten von den Kindern aufgenommen und verinnerlicht. "Ist dieser Prozess weit fortgeschritten, finden sich die Kinder und Jugendlichen in der realen Welt nicht mehr zurecht", sagte Hüther.
"Das Gehirn wird so, wie man es benutzt. Wir müssen uns deshalb fragen, ob wir die Verantwortung für die Strukturierung des Hirns unserer Kinder weiter allein den Werbestrategen der Hersteller von Handys und Computerspielen überlassen wollen."
(AP)
Surfrider Beach in Malibu
Ach, alles klar, Hirnforscher müssen ja auch von etwas leben, und selbsternannten "Computerspieleexperten" wie Hüther oder Pfeiffer ein Podium zu bieten liegt bei der SZ und anderen Hofberichterstattern im Trend.
Im Süden nix neues.
Forscher warnt
"Computer spielen verändert die Hirnstruktur"
Computer-Spielen verändert offenbar auch die Rechtschreibung: "Spielen" kann nur Substantiv sein.
Im Übrigen finde ich es ziemlich dreist, einen zweieinhalb Jahre alten Artikel aufzuwärmen, nur weil das Thema gerade wieder durch den Blätterwald geistert.
Schlecht recherchierte Instant-Artikel, 10 sinnfreie Bilderstrecken pro Tag - und jetzt auch noch reanimierte Uralt-Beiträge: So langsam geht's mit der Qualität hier echt zu Ende...
Mit diesem Artikel aus Stichworten haben Sie der Wissenschaft keinen Dienst erwiesen und der Polemik gegen Hüther Vorschub geleistet. Bei seinen Untersuchungen, die im übrigen über einen relevanten Zeitraum mit einwandfreien wissenschaftlichen Methoden an der Uni Göttingen durchgeführt wurden, hat er schon früh die "Plastizität" des Gehirns beweisen können, d. h. das Prinzip, dass sich seine Strukturierung dem Gebrauch anpasst (dies lässt sich bei Längsschnittstudien bildgebend darstellen und ist keine Scharlatanerie oder bloße Mutmaßung). Er verteufelt ja das digitale Spielen nicht pauschal, aber da erwiesen ist, dass nichts die Kreativität von Kindern so fördert wie das freie Spiel, und dass die emotionale Intelligenz, die nur in der Kommunikation entwickelt werden kann, vernachlässigt wird, ist es bedenklich, wenn sich die kognitiven Anstrengungen auf in der Tat im Wesentlichen kommerzielle Produkte konzentrieren.
Hüther ist ein seriöser Wissenschaftler, der sich sozial engagiert und die Ergebnisse seiner Forschung für Laien verständlich aufbereitet - das ganze Gegenteil eines aufgeblasenen Wichtigtuers: ein Aufklärer.
Jaaaa, und Masturbieren macht blind!!!!!
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