Firewalls sollen Computer gegen Viren und Trojaner schützen. Doch die alte Technik schützt nicht gegen neue Gefahren, die von Webdiensten wie Skype ausgehen.
Computer im Internet sind prinzipiell angreifbar - sie sollen ja mit der Welt kommunizieren. Viren, Trojaner und Würmer versuchen, in Rechner einzudringen. Um das zu verhindern, haben viele Anwender und Netzwerkadministratoren eine Brandschutzmauer eingebaut, die sogenannte Firewall. Doch einer aktuellen Studie der Universität von Kalifornien zufolge helfen die virtuellen Mauern in vielen Fällen kaum noch gegen Angreifer von außen. In einem Versuch gelang es den Wissenschaftlern, 78Prozent der attackierten Rechner neu zu infizieren und das, obwohl sie hinter einer Firewall lagen.
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Viren, Trojaner und Würmer versuchen, in Rechner einzudringen. (© Foto: ddp)
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Firewalls versuchen den Rechner zu schützen, indem sie Regeln definieren, was eingelassen werden darf. Das geschieht vor allem über IP-Adressen und den sogenannten Port. Sueddeutsche.de wohnt sozusagen im Internet unter 213.221.91.5. Der Port, also das Stockwerk des Webservers ist die 80. Eine Firewall erlaubt beispielsweise, dass alle Datenpakete, die zur sueddeutsche.de-Adresse gehören und auf Stockwerk mit der Nummer 80 Zuhause sind, durchgelassen werden.
Die Idee, die hinter diesem Sicherheitskonzept steckt, ist aber mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Firewalls wurden vor 15 Jahren erstmals entwickelt, sie stammen aus einer Zeit, als der Nutzer noch mit dem Netscape Navigator gesurft hat und die spektakulärste Online-Anwendung das eigene E-Mail-Programm war.
Heutigen Anforderungen ist diese Technik von damals kaum noch gewachsen. Heute gibt es Anwendungen wie Facebook, Twitter, Peer-to-Peer-Netzwerke wie BitTorrent oder Dienste wie Skype, die sich keiner eindeutigen IP und keinem Port mehr zuordnen lassen, da sie diese entweder nach den Zufallsprinzip ständig wechseln oder sie innerhalb einer verschlüsselten Verbindung verbergen. Eine herkömmliche Firewall scheitert an dem Chaos, den diese Dienste anrichten. Sie kann nicht mehr erkennen, was alles durch die Leitung schlüpft, welche gefährlichen Sicherheitslücken entstehen.
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- Firewalls Gegen die Wand 27.03.2009
@chewbacca0815:
(18.05.2009 12:10:11, chewbacca0815: @Thomas_ld: nein, nicht klugscheissen, sondern)
"Schlimm wird es erst, wenn Halbwissen als Fakt verkauft wird und andere Unbedarfte das Ganze für bare Münze nehmen."
Da haben Sie wohl recht gehabt.
Das schöne an dieser Erkenntnis ist:
Man kann sich dann vorstellen, wie es erst mit der Auslandsberichterstattung läuft... Journallisten sitzen in ihren Redaktionen (wie ihre Leser ihrerseits zuhause vor ihren Zeitungen oder Fernsehern) und haben die Länder, über die sie schreiben, meist nie bereist, geschweige denn Leute und ihre Denke kennengelernt, aber das macht ja alles nichts aus, denn (sic!) wir haben - na was wohl - Internetanschluß...
Ein ZEIT-Redakteur antwortete auf meinen Leserbrief bzgl eines seiner Berichte mit dem Hinweis, es sei sogar zweimal in zehn Jahren je zwei Wochen dort gewesen, hätte vorher jeweils drei Wochen lang darüber im Internet recherchiert und vor Ort mindestens mit einem Dutzend Leute gesprochen... und dann schrieb er einen peinlichen Artikel zusammen. Aber weil es DIE ZEIT ist... und so gut wie keiner das beurteilen kann, läuft so etwas als hochwertiger Journallismus ("Experte für dies, Experte für das,...) hinaus.
Dann heißt es schön, ich habe es in der ZEIT oder in der SZ gelesen...
Schöne neue postmoderne Medienwelt. Nein, nicht die Wissengesellschaft, es ist die Informationsgesellschaft, die - mit wenigen Ausnahmen - flacher nicht sein kann.
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Es ist auch wirklich bemerkenswert, dass die SZ diesen Bericht nicht offline stellt.
Er trifft nur so von Un- und Halbwahrheiten wie unten mehrfach geschildert.
Wenn die SZ solche Berichte, deren offenkundige Falschheit man einfach ueberpruefen kann, trotz vielfacher Hinweise im Netz laesst, wie sieht es dann mit Berichten aus deren Wahrheitsgehalt sich nicht so leicht pruefen laesst?
Man muss wohl davon ausgehen, dass die SZ falsche Aussagen ueber Politik und Wirtschaft auch nicht korregiert.
Schonmal mit Passwort ändern versucht? ^^
... irgendwie erinnern Sie mich mit Ihrer Frage an ein Teeny Maedchen und ihr erstes Mobil?
Paging