Wer seine Computer-Festplattte vor ungebetenen Gästen schützen möchte, sollte eine Firewall-Software einsetzen.

Computernutzer und Hausbesitzer haben vieles gemein. Sie wollen beispielsweise selbst entscheiden, wem sie Zugang zu ihrem Heim oder zu ihrem Gerät gewähren. Einige Hausbesitzer haben deshalb einen Wachhund. Diese Funktion übernimmt beim Computer Anti-Viren-Software. Sie durchschnüffelt ständig das System auf der Suche nach Eindringlingen, die Böses im Schilde führen. Besser wäre es natürlich, wenn ungebetene Gäste erst gar nicht aufs Grundstück beziehungsweise auf die Festplattte gelangen würden. Hier kommt Firewall-Software ins Spiel.

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Eine Firewall kontrolliert jeden Zugriff von außen auf den PC. (© Foto: dpa)

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"Mit Hilfe einer Personal Firewall werden unnötige Kommunikationswege geschlossen und Zugriffe von Anwendungen auf die Dinge reduziert, die unbedingt notwendig sind - zum Beispiel E-Mails versenden und empfangen oder im Internet surfen", erklärt Professor Norbert Pohlmann, Direktor des Gelsenkirchener Instituts für Internetsicherheit.

"Ein ungesicherter PC ist wie ein Haufen von Geldscheinen auf einem Tisch, der auf einer frei zugänglichen Wiese steht. Eine Personal Firewall ist wie ein Haus, das um den Tisch herum gebaut wurde." Notwendig ist eine Personal Firewall laut Pohlmann immer dann, wenn die Internetverbindung nicht durch eine zentrale Firewall - wie die in einem Router - geschützt wird. Aber auch bereits geschützten Rechnern kann eine Personal Firewall nicht schaden, sagt der Experte.

"Ist bereits eine Firewall in einem Router aktiv, dann stellt die Personal Firewall einen sicherheitstechnisch sinnvollen Zusatz dar." In den Windows-Betriebssystemen XP und Vista sind die auch Desktop Firewalls genannten Personal Firewalls bereits integriert. Während die Vista-Firewall standardmäßig aktiviert ist, kann es sein, dass sie bei XP noch angestellt werden muss. Das erledigen Nutzer über das Firewall-Menü im Sicherheitscenter. Unter dem Menüpunkt "Ausnahmen" legen sie fest, welchen Programmen sie die Tür öffnen wollen.

"Die Firewall muss entsprechend der eigenen Ziele so eingestellt werden, dass wichtige Anwendungen wie Browser und E-Mail-Zugriff erhalten und alles andere verboten wird", erklärt Pohlmann. Wer sich beim Konfigurieren nicht sicher ist, kann bei vielen Personal Firewalls einfach voreingestellte Sicherheitsniveaus festlegen.

Pohlmann rät, bei der Nutzung von Windows XP eine zusätzliche Firewall zu installieren. Seiner Auffassung nach bietet die XP-Bordfirewall keinen ausreichenden Schutz. "Bei Vista ist die Personal Firewall bereits stark verbessert", sagt er.

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