Welcher Browser in Frage kommt, ist - sofern die Sicherheit stimmt - auch eine Geschmacksfrage. Wer häufig und intensiv bestimmte Web-Funktionen nutzt, kann sogar einen Spezial-Browser in Erwägung ziehen, der bestimmte Vorlieben berücksichtigt.
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Ganz im Zeichen des Web 2.0 steht etwa der auf Firefox basierende Flock. Er hat zahlreiche Funktionen für Freunde sozialer Netzwerke: Werkzeuge zum Bearbeiten des eigenen Blogs oder auch Upload-Funktionen für das Fotoportal flickr oder den Lesezeichendienst del.ico.us sind integriert. Eine personalisierte Startseite benachrichtigt, wenn Bekannte neue Fotos und Videos ins Netz stellen.
Seitenbetreiber, die Surf-Spuren sammeln, können im Zweifelsfall Nutzerprofile erstellen. Wem das nicht behagt, der kann XeroBank nutzen. Das ebenfalls mit Firefox verwandte Programm leitet die Daten über verteilte Server und verschleiert so das Surfverhalten. Seiten werden allerdings mitunter nervtötend langsam aufgebaut. Mehr´Geschwindigkeit versprechen kostenpflichtige Varianten des Browsers.
Speziell an konsumfreudige Zeitgenossen, die bei Ebay intensiv auf Schnäppchenjagd gehen, richtet sich der auf dem Explorer basierende Lauge-Browser. Er will das Stöbern und Shoppen beim Online-Marktplatz komfortabler machen als herkömmliche Browser: Zwei Fenster machen den parallelen Zugriff auf eine Baumstruktur mit Artikel-Kategorien und einzelne Auktionen möglich. Auch die Darstellung der Angebote ist übersichtlicher. Surfen auf anderen Seiten erlaubt der Browser mit dem skurrilen Namen jedoch nicht.
Wem der Internet Explorer trotz aller Kritik ans Herz gewachsen ist, der sollte sogenannte IE-Aufsätze in Betracht ziehen. Auf dem Microsoft-Browser basierend, bieten diese Varianten eine andere Optik und ergänzende Eigenschaften. Der Avant Browser zum Beispiel beinhaltet im Vergleich zum Explorer etwa einen Werbebanner-Blocker und die Steuerung per Maus-Gesten. Grundsätzliche Sicherheitsmängel können die Aufsätze aber nicht kompensieren.
"Der IE wird am häufigsten von Hackern angegriffen. Entdeckte Sicherheitslücken gelten ebenfalls für die Aufsätze. Damit sind sie genauso anfällig", sagt Christian Immler. "Spezial-Browser und Aufsätze bieten mitunter keine automatischen Updates. Nutzer müssen selbst darauf achten", gibt Andreas Hentschel außerdem zu bedenken. Beide Experten raten daher generell eher zu sichereren Alternativen wie Firefox oder Opera. Bedürfnisse, die über die Basisversion des Browsers hinausgehen, sollten dann eigenhändig ergänzt werden.
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(Berti Kolbow, dpa/mri)
Bruce Springsteen in Frankfurt
... aber ihr Hinweis auf XeroBank ist schon reichlich naiv - denn ein solches Tools ist nur dann empfehlenswert, wenn der User sich absolut darüber im Klaren ist, daß man damit zwar quasi "anonym" surfen kann, die Pakete aber über die Rechner anderer Teilnehmer geroutet werden (XeroBank nutzt das TOR-Netzwerk).
Und es gibt schon seit langem diverse Berichte, wonach Scammer mit eigenen Tor-Exit-Nodes nach Passwörtern, Kreditkartendaten, PINs etc. pp. fischen.
Sprich: Wenn ein unbedarfter Benutzer ein solches Tool bedenkenlos hernimmt sollte er sich nicht wundern, wenn plötzlich Geld vom Konto verschwindet ...
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