Die Differenzierung erfolgt über selbstangelegte Listen, in die man seine Kontakte einteilt. Wettbewerber wie StudiVZ erlauben lediglich eine gröbere Einteilung - Fotos etwa können alle, nur die eigenen Freunde oder bloß man selbst ansehen.

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Allerdings hat Facebook die Standardeinstellungen verändert: Daten wie der Familien- und Beziehungsstand, die Arbeitsstelle, Seiten, die ein Nutzer mag, sowie eigene Status-Updates sind nun erst einmal für alle zu sehen, es sei denn, der Nutzer schränkt die Suche ein.

Auch die Abschaffung der Netzwerkstruktur könnte dafür sorgen, dass mehr Informationen öffentlich zugänglich waren: Während bis vor kurzem jeder Nutzer nur Informationen mit Menschen aus seinem Netzwerk teilten, wie zum Beispiel aus derselben Stadt oder Firma, ist dieses Netzwerk ab sofort die ganze Welt. Die zuvor nur im Netzwerk zu sehenden Informationen sind also für alle Facebook-Nutzer zugänglich.

Bürgerrechtler ahnen Schlimmes

Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) sieht neben einen positiven Aspekten vor allem die Gefahr, dass Nutzer künftig "der Welt mehr Informationen über sich verraten, als sie jemals wollten", heißt es auf dem EFF-Blog.

Facebook hat ein starkes Interesse daran, mehr Informationen öffentlich zugänglich zu machen. Auf aktuelle Statusmeldungen von Millionen Nutzern sind Betreiber von Suchmaschinen scharf. Sowohl mit Bing, als auch mit Google hat Facebook bereits Abmachungen zur Durchsuchung des öffentlichen Teil des Netzwerks getroffen.

"Je mehr Daten auf Facebook veröffentlicht werden, desto mehr Möglichkeiten entstehen für die eigene Suche und für Suchmaschinen", schreibt das US-Fachblog Techcrunch. Der in Statusmeldungen gegossene Zeitgeist erschließt dem Unternehmen neue Einnahmequellen und hilft ihm so in die schwarzen Zahlen.

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  1. Mehr Privatsphäre? Von wegen!
  2. Sie lesen jetzt Was Facebook ändert und welche Fallen lauern
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(dpa/sueddeutsche.de/joku)