Auch im Internet wird gekämpft. Das US-Militär und die Isaf nutzen Twitter und Facebook, um die Propaganda der Aufständischen zu bekämpfen.
Die Aufständischen können den Kampfhubschrauber nicht sehen, es ist mitten in der Nacht. Die Piloten glauben, dass die Männer auf einer Straße in der südafghanischen Provinz Sabul eine Sprengfalle legen. Die Bordkamera läuft, während sich der Verdacht erhärtet. Über Funk sagt ein Besatzungsmitglied: "Wir greifen an." Eine Hellfire-Rakete detoniert, aus einem Bordgeschütz wird geschossen, die vier Männer am Boden sterben.
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Der Screenshot zeigt das Profil der Internationalen Schutzgruppe (ISAF) beim Internet-Netzwerk Facebook. Vor der Afghanistan-Wahl am 20. August tobt der Krieg um Afghanistan auch virtuell. (© Foto: dpa)
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Der Film ist keine geheime Verschlusssache, sondern für jedermann im Internet zu sehen: Auf YouTube, eingebettet in die neue Facebook-Seite der Internationalen Schutztruppe Isaf.
Vor der Afghanistan-Wahl am kommenden Donnerstag tobt der Krieg um Afghanistan auch virtuell. Die ausländischen Truppen haben Facebook, Twitter und Co. für sich entdeckt. Bei der Isaf ist US-Kapitänleutnant Adam Clampitt für die neuen Medien zuständig. Er kennt sich mit Vermarktung aus, der Reservist arbeitet im Zivilleben bei einer PR-Firma.
Der 34-Jährige ist der Vater der Facebook-Seiten der Isaf und der US-Truppen in Afghanistan. Nur zwei Monate nach dem ersten Auftritt haben sich mehr als 25.000 Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook als Fans bei U.S. Forces - Afghanistan angemeldet. Das sei mehr als "bei jedem anderen Militärkommando der Welt", sagt Clampitt stolz.
Isaf bei Facebook
Die Isaf ist erst seit wenigen Tagen bei Facebook vertreten, legt aber ebenfalls stetig zu. Filme, Fotos, Audio-Dateien und Texte über die Einsätze bieten sowohl die Facebook-Seite der US-Armee als auch die der Isaf. Pressemitteilungen erscheinen auf Facebook manchmal Stunden, bevor sie bei Journalisten als E-Mails ankommen. Firewalls der Militärs verzögern die Auslieferungen der Mails, während die Informationen bei Facebook sofort hochgeladen werden.
Facebook bietet nicht nur schnelle Informationen für jeden, sondern auch die Möglichkeit der Rückmeldung. Auf der Seite der US-Truppen kommentieren fast nur Unterstützer den Einsatz. So schreibt jemand namens Greg Red: "Die Feier der islamischen Terroristen dort drüben scheint zu Ende zu gehen." Andere berichten über die Sorge um Familienmitglieder, wenn sie Mitteilungen über Opfer lesen. Manche danken den Truppen für die Facebook-Seite. "Von einer Mutter, deren Sohn seit März in Afghanistan ist. Danke, dass Ihr uns eine Verbindung zu den Soldaten gebt, die für uns kämpfen."
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