Weil er ein privates Sex-Video mit seiner Ex-Freundin in einer Internet-Tauschbörse verbreitet haben soll, muss sich ein 39-Jähriger im hessischen Marburg nun vor Gericht verantworten.

Der Angeklagte soll zudem 26 Bilder einer Pornodarstellerin, die der Frau ähnlich sieht, Interessierten zugänglich gemacht haben - verfremdet nur durch einen schwarzen Balken über den Augen. In den Dateien waren Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse seiner früheren Partnerin angegeben.

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Zum Auftakt des Prozesses bestritt der 39-Jährige die Vorwürfe. Der Film sei in beiderseitigem Einverständnis entstanden. Die CD mit den Aufnahmen sei aus seiner Wohnung verschwunden: "Die ist weg."

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Verletzung der Rechte am eigenen Bild, Verbreiten pornografischer Schriften und Beleidigung vor. Die Dateien seien "bis heute weltweit ohne Alterskontrolle zugänglich", sagte der Anklagevertreter.

Das Opfer, das als Nebenklägerin auftritt, fordert Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 200 000 Euro. Ein erster Prozesstermin Ende Juli war geplatzt, weil der Angeklagte aus dem Gericht geflüchtet war und sich erst Stunden später der Polizei gestellt hatte.

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(dpa)