Windows-Nutzer haben künftig die Wahl, welchen Browser sie nutzen. Damit hat Microsoft ein heftiges Bußgeld vermieden.
Beim PC-Betriebssystem Windows wird es in Europa mehr Auswahl bei Internet-Browsern geben. Die EU-Kommission erklärte am Mittwoch in Brüssel Zugeständnisse des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft für rechtsverbindlich und stellte damit ein Wettbewerbsverfahren ein.
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Die neue Browserauswahl im Windows-Update wird umfangreicher (© Foto: dpa)
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Microsoft ist nun die nächsten fünf Jahre dazu verpflichtet, auf seinen Betriebssystemen europäischen Nutzern per Update ein Auswahlfenster zu zeigen. Dort soll nicht nur auf die vier wichtigsten Alternativen Firefox, Safari, Chrome und Opera hingewiesen werden. Insgesamt zwölf Browser, inklusive IE, sollen auf der Basis der Marktanteile in der Europäischen Union aufgelistet werden, teilte am Mittwoch ein Microsoft-Sprecher in Brüssel mit. Diese Top-Liste wird zweimal im Jahr ermittelt. Die Reihenfolge der präsentierten Programme auf dem Bildschirm soll jeweils durch einen Zufallsgenerator entschieden werden.
Marktbeherrschende Stellung
Die Kommission hatte Microsoft in dem Verfahren vorgeworfen, sein marktbeherrschendes Windows-Betriebssystem mit seinen Internet- Browser zu koppeln und damit möglicherweise den freien Wettbewerb zu behindern und Innovationen zu blockieren.
Frühere Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Ein Verfahren, in dem es um die Offenlegung von Schnittstelleninformationen geht, läuft weiter. Die EU-Kommission will neue Zusagen von Microsoft dazu prüfen.
- Microsoft lenkt ein Windows-Nutzer können Browser wählen 07.10.2009
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(dpa/sueddeutsche.de/joku)
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"Die Neuerung ist, dass er dieses jetzt doch kann. Für uns Entwickler heißt das, dass wir nicht in die "Versuchung" geraten, uns auf den IE zu konzentrieren, weil der in jedem Fall auf dem Betriebssystem vorhanden ist."
Nein, das glaube ich nicht. Der IE wird auch weiterhin installiert sein. Nur weil er nicht der Standard-Browser ist, heißt das nicht, dass er nicht installiert ist.
Aber angenommen, dieses System funktioniert sogar zufriedenstellend. Dann wäre vielleicht das Problem für den Browser gelöst - zugegeben das größte Problem.
Der IE ist jedoch nicht die einzige Anwender-Software, die zusammen mit dem MS-Windows-System installiert wird.
Ich denke man sollte Betriebssystem und Benutzeranwendungen grundsätzlich trennen, um generell dem Problem der zwangsinstallationen zu begegnen.
Dies bedeutet ja nicht, dass MS seine Produkte nicht mehr kostenfrei vertreiben darf. Auch könnte MS zusätzlich eine Windows-System-Distribution mit hauseigener Software anbieten. Doch OEM-Lizenzen sollten keine Anwendersoftware enthalten um den freien Markt zu fördern und den Anwendern eine Wahl zu geben.
Zu einem Betriebssystem gehören selbstverständlich System-Tools wie ein grundlegender ASCII-Texteditor, ein einfacher Bildbetrachter (so wie bei Windows enthalten), aber keine hauseigenen Softwareprodukte und hauseigene Codecs.
Medienplayer und Videoschnittsoftware, implezieren ebenfalls Standards. Und genauso wie bei den Browsern gibt es Software von Anbietern die durch die Vorinstallation der MS-Produkte geringere Chancen haben auf einer Neuinstallation ausgeliefert zu werden.
Es gibt einige Produkte die besser sind, als der MS-Mediaplayer. Wenn ein Distributor der Ansicht ist der MS-Mediaplayer ist der beste, dann soll er diesen installieren. Ist er der Ansicht iTunes passt besser zu seinem Konzept, soll nicht der MS-Mediaplayer installiert sein.
Das die Vorinstallation des MS-Mediaplayer tatsächlich eine unlautere Konkurrenzsituation darstellt zeigt sich schon allein daran, dass es eine MS-Windows-N-Edition gab (gibt?). Diese war nicht erfolgreich, weil die Distributoren sich die Arbeit sparen konnten explizit einen Medien-Player zu wählen und lieber gleich die Standard-MS-Windows-Distribution installiert haben. Nachteil für Konkurrenten des Mediaplayers.
Ich möchte niemanden bevormunden, aber die Wahl möchte ich! Dazu hätte es eine grundsätzliche Lösung gebraucht keinen Flicken für ein Loch. Typisch für MS.
"Man kann sich doch z.B. Firefox herunterladen und zum Standardbrowser machen. Also wo war das Problem."
Das Problem lag vor allem in der Vorteilsstellung im Betriebssystem-Markt, die Microsoft aus dieser Position auf andere Geschäftsfelder ausdehnen kann.
Wenn man davon ausgeht, dass auf den allermeisten Firmenrechnern Windows-Software läuft und man dafür eine web-basierte Software entwickelt, dann wird man - auch wenn der Standardbrowser ein anderer ist - versucht sein, für diese eine Anwendung den IE vorzuschreiben, weil man davon ausgehen kann, dass dieser auf den meisten Rechnern verfügbar ist.
Beispiele hierfür sind Outlook Web Access, SharePoint, Teile von Cognos BI oder auch bestimmte SAP-Anwendungen. Will man diese auf Firefox oder Safari zum Laufen bringen, muss man schon sehr tricksen.
Das wird sich nun ändern. Als Entwickler kann man nicht mehr davon ausgehen, dass ein bestimmter Browser auf jeden Fall da ist. Also wird man versuchen, so zu entwickeln, dass möglichst alle gängigen Browser die Seiten richtig darstellen.
"Diese Rolle übernimmt eigentlich der Distributor. Dies kann auch der PC-Händler sein, der das ein System vorkonfiguriert. Im Falle von MS kann er aber nicht auf den IE verzichten"
Die Neuerung ist, dass er dieses jetzt doch kann. Für uns Entwickler heißt das, dass wir nicht in die "Versuchung" geraten, uns auf den IE zu konzentrieren, weil der in jedem Fall auf dem Betriebssystem vorhanden ist.
Also wird man in der Branche zukünftig wieder die Standards benutzen, an denen sich die meisten Browser weitgehend orientieren. Will man "Spezialfähigkeiten" eines Browsers nutzen, muss man dann damit leben, dass Nutzer mit anderem Browser die Webanwendung nicht nutzen können. Im Internet in den wenigsten Fällen gewünscht!
Das Problem ist nicht der Browser an und für sich, sondern dass MS kein Betriebssystem anbietet, sondern ausschließlich eine komplette MS-Windows-Distribution, mit vorinstallierter MS-Endanwender-Software.
Es ist überhaupt nicht möglich, für eine individuell, auf die Bedürfnisse des Endanwenders zugeschnittenes MS-Windows-System zu erstellen.
Diese Rolle übernimmt eigentlich der Distributor. Dies kann auch der PC-Händler sein, der das ein System vorkonfiguriert. Im Falle von MS kann er aber nicht auf den IE verzichten.
Anders bei Linux-Distributionen. Hier kann jeder Distributor den Browser seiner Wahl vorinstallieren. Den Linux-Kernel, sowie das GNU-System kann er ohne Browser einrichten.
Mac-OS-X wird ausschließlich für die hauseigene Mac-Hardware vertrieben. Somit entspricht das Mac-OS-X-System logisch der Firmware eines MP3-Players.
Ein PC wird jedoch nicht von MS zusammengestellt. MS kann somit auch keinen Anspruch auf die Installation von MS-Windows erheben. Dies hat der Händler zu entscheiden. Er wählt das System, sowie vorkonfigurierte Anwender-Software für seine Kunden.
Aber genau das kann er eben nicht, weil MS das System MS-Windows ausschließlich mit hauseigener Endanwender-Software vertreibt.
Es müsste also nicht nur der IE, sondern jedwede Endanwender-Software aus MS-Windows entfernt werden, damit der Distributor die Wahl hat.
In ein MS-Windows-System gehört der Kernel, System-Tools, sowie System-Anwendungen. Das kann im falle MS-Windows auch das Userinterface sein.
Webbrowser, Mediaplayer, Video-Cut, Textverarbeitung, sollten vom Distributor gewählt werden.
Da ein PC ein frei konfigurierbares System ist, sollte der Händler keinen Anspruch auf die Abnahme des zugehörig angebotenen Betriebssystems stellen können. Der Händler stellt lediglich eine Hardware-Distribution zusammen, die vom Kunden beliebig geändert werden kann.
Die Zwangsbündelung von PC mit Betriebssystem stellt eine Wettbewerbsverzerrung dar und zwingt den Kunden zum Erwerb einer Lizenz, die er unter Umständen nicht benötigt.
Die EU hat meiner Meinung nach, den Kern des Problems nicht ansatzweise erkannt oder ist korrumpiert. Der Verlierer ist zum einen der Kunde, weil er nicht das bestmögliche System angeboten bekommt und zum anderen der freie Markt, weil die EU weiter wettbewerbsverzerrende Praktiken zulässt. Gewinner ist MS, sie dürfen den IE, sowie weitere, hauseigene Anwender-Software mit ihrem Betriebssystem bündeln und sich somit einen Wettbewe
Ich finde weder Vistas noch Windows 7 ist wirklich gut. Gescheiter wäre es ein Betriebssystem zu entwickeln, was etwas taugt.
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