Erfolg bei Suchmaschinen Wie man im Google-Ranking nach oben klettert

Wer im Internet gute Geschäfte machen will, muss in einem riesigen Angebot um Aufmerksamkeit buhlen. Erfolg haben nur Anbieter, die wissen, wie Suchmaschinen funktionieren.

Von Jürgen Hofmann

Das Internet ist im vergangenen Jahrzehnt zu einem riesigen Supermarkt geworden. 2011 betrug der Onlineumsatz in Deutschland nach Angaben des Kölner Instituts für Handelsforschung fast 28 Milliarden Euro, noch 2006 waren es ganze neun Milliarden Euro gewesen. Im laufenden Jahr werden die Deutschen voraussichtlich erstmals für mehr als 30 Milliarden Euro Waren und Dienstleistungen im Web kaufen.

Anbieter, die auf dem Marktplatz des 21. Jahrhunderts von Kunden entdeckt werden wollen, müssen dafür sorgen, dass sie in den Rankings der Suchmaschinen weit oben stehen. Wer bei Google, Bing, T-Online oder Ask.com auf den ersten Plätzen gefunden wird, bekommt die meiste Aufmerksamkeit und die meisten Kunden in seinen Onlineshop.

Etwa 80 Prozent des Verkehrs auf Internetseiten, der durch Suchmaschinen ausgelöst wird, entfällt auf die Top-Drei-Adressen bei Google & Co. Deswegen leisten sich viele Unternehmen, die im Netz noch bessere Geschäfte machen wollen, Experten für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese "Google-Versteher" glauben zu wissen, wie man Websites von Unternehmen auf vordere Plätze in den Hitparaden der Suchmaschinen hieven kann. Einige von ihnen nutzen dafür die Macht der Wörter.

Keine Raketenwissenschaft

"Suchmaschinenoptimierung ist keine Raketenwissenschaft", sagt Dr. Mario Fischer, Professor am Institut für Technik & Marktstrategien in Nürnberg. Es gehe schlicht und einfach darum, mit der Website möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzielen. Das Erfolgsrezept bestehe aus drei Zutaten: aus Technik, Rückverweisen - sogenannten Backlinks - und Inhalten.

Mit diesen Zutaten arbeitet auch Andreas Fey, Geschäftsführer der Hamburger SEO-Firma Testroom: "Wir beginnen mit der Programmierung der Seite, die Google-konform sein muss, um der Suchmaschine einen freien Zugang zu allen Informationen zu gewähren." Die zweite Prise sind Verlinkungen. "Verweise von einer Website zu anderen werden von den Suchmaschinen als eine Empfehlung interpretiert", erläutert Fey. "Je mehr eingehende Links eine Seite bekommt, desto wichtiger und interessanter erscheint sie - und desto weiter wird sie im Ranking nach oben geschoben."

Und schließlich geht es um den Inhalt der Seite. Fey: "Interessanter Content, mit dem die avisierte Zielgruppe gewonnen wird, zeigt den Suchmaschinen, worum es im Webauftritt geht, was verkauft oder kommuniziert werden soll." Auch Nicolas Sacotte, Geschäftsführer der Agentur Activetraffic, meint: "In der Vergangenheit galten möglichst viele Links als wichtigste Währung im Rennen um die besten Plätze auf den Suchmaschinen-Listen. Mittlerweile steht der Content klar im Fokus."

Wer Inhalte mit Nutzwert und Relevanz biete, habe bei den Algorithmen von Google die Nase vorn: Gute Inhalte werden zudem von den Nutzern auch gerne über Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter verbreitet. Das bringt nicht nur zusätzlichen Traffic, sondern ist für Google ein weiteres positives Signal für guten Content.

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