In einer neuen Kommission will der Bundestag die Auswirkungen des Internets diskutieren - und dabei auch die Internetgemeinde einbinden. Doch es gibt Zweifel an dem Projekt.
Die Bedeutung des Internets für die Politik wollen Abgeordnete des Bundestags abklopfen und daran auch die Nutzer beteiligen. Zu den 17 Experten der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" werde ein 18. Experte hinzugedacht, sagte Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer. "Das sind die Menschen im Netz, die sich aktiv beteiligen sollen."
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Der Reichstag soll zum Diskussionsort für Internetthemen werden. (© Foto: dpa)
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Wie dies genau geschehen soll, müsse die Kommission, die am Donnerstag einstimmig vom Parlament eingesetzt wurde, noch besprechen, sagte Kretschmer. SPD-Fraktionsvize Olaf Scholz führte aus, der Bundestag werde dafür Möglichkeiten schaffen.
Nach Informationen der Deutschen Presseagentur sind unter anderem öffentliche Anhörungen im Web-TV des Bundestags und ein Wiki geplant, in dem Nutzer gemeinsam Texte schreiben können. Zudem solle die Beteiligung auf breiter Ebene in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken geschehen, teilte Kretschmer mit.
Die Kommission soll zunächst bis zum Sommer 2012 die langfristigen Folgen der Online-Revolution für Gesellschaft, Wirtschaft oder Recht untersuchen. Die Behandlung tagesaktueller Fragen ist nicht vorgesehen. "Wir dürfen nicht mehr Getriebene von Themen sein, die einfach hochpilzen, und dann versucht die Politik schnell, irgendeine Antwort darauf zu finden", sagte der netzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Konstantin von Notz.
Der große Wurf
Deshalb gehe es um den "großen Wurf". Auch der CSU-Abgeordnete Reinhard Brandl bemängelte, dass bislang "originär netzspezifische Themen nicht in der Gesamtschau behandelt" worden seien.
Am Antrag von Union, SPD, FDP und Grünen wurde die Links-Fraktion nicht beteiligt. Dennoch stimmten die Linken, deren Änderungsantrag zum Auftrag der Kommission abgelehnt wurde, für die Einsetzung des Gremiums und sind mit zwei Mitgliedern vertreten. In der Kommission sitzt zusätzlich zu den 17 Politikern die gleiche Anzahl externer Experten. Geleitet werden soll das Gremium vom CDU-Abgeordneten Axel Fischer.
Die Piratenpartei bezeichnete die Expertengruppe in einer Mitteilung als "Alibi-Veranstaltung". Deutschland habe keinen Bedarf an weiteren Schwatzrunden zum Thema Internet, sondern Handlungsbedarf.
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(dpa/sueddeutsche.de/joku/holz)
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Auf die "Experten" darf man gespannt sein. Wahrscheinlich ist das dann bloß jemand, der ein Smartphone besitzt, die CT auf Staatskosten abonniert bekommt und schonmal von seiner Sekretären heise.de hat ausdrucken lassen.
Wie man "die Netzgemeinde einbinden" will, interessiert mich da auch. Die über 100.000 Netzbürger, die gegen das Zensursula-Gesetz gestimmt haben, wurden wohl ganz ähnlich "eingebunden", wie man sich das vorstellt.
Man nimmt irgendwelche MdBs und sagt jetzt das sind Internetexperten. So was absolut lächerliches. Für mich total unglaubwürdig.
Aber nur lustig, wenn es dann im Fernseh mal ums Internet geht, dann dürfen diese "Experten" sprechen (egal was natürlich) und nach 5 Fernsehauftritten sprechen dann alle Journalisten von "Experten", bzw. eigentlich doch jetzt schon. Siehe den SZ Artikel.
'Und was ist "hochpilzen"? '
Veilleicht: cliffcosmos.blogsport.de/images/Tintin.jpg
Auf jeden Fall das schönste Wort in diesem Artikel.
'Und was ist "hochpilzen"? '
Veilleicht: http://cliffcosmos.blogsport.de/images/Tintin.jpg
Auf jeden Fall das schönste Wort in diesem Artikel.
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