Der Nachteil: Beide benötigen ein Programm wie GPG4Win. Es gibt Programmerweiterungen, sogenannte Plug-ins, die das Verschlüsseln für den Nutzer noch einfacher machen sollen. Wer die E-Mail-Software Thunderbird verwendet, kann auf das Plug-in Enigmail zugreifen. Es nutzt den OpenPGP-Standard und fügt sich in die grafische Oberfläche von Thunderbird ein. "Enigmail ist sehr einfach zu bedienen", sagt Wolf.
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Auf dem S/MIME-Standard aufsetzende Verschlüsselungs-Lösungen haben den Vorteil, dass sie in vielen E-Mail-Clients wie Outlook schon enthalten sind. Allerdings sieht S/MIME nicht den direkten Austausch öffentlicher Schlüssel zwischen Sender und Empfänger vor.
Für die Authentifizierung ist ein digitales Zertifikat notwendig. So ein Zertifikat lässt sich mit einem Aufwand von rund einer Viertelstunde beantragen und installieren. Kostenlos geht dies zum Beispiel beim Zertifizierungsanbieter Thawte.
Der Freemail-Anbieter Web.de nutzt ebenfalls eine S/MIME-Verschlüsselung. Um das Zertifikat muss sich der Anwender hier aber nicht selbst kümmern. Die Schlüssel und eine digitale Signatur werden für jedes Postfach automatisch erzeugt - es liegt am Nutzer, ob er die Verschlüsselung auch nutzen möchte.
"Wer verschlüsselte E-Mails erhalten möchte, muss also den Versendern der E-Mail selbst eine Mail mit der digitalen Signatur schicken", erläutert Julian Kellermeier vom Web.de-Kundenservice. E-Mail-Clients, die mit S/MIME umgehen können, integrieren diese digitale Signatur und können so die E-Mails verschlüsseln.
Zumindest für private Anwender hat die Verschlüsselung keine Nachteile. Probleme könne es in Unternehmen geben, weil Virenscanner und Firewalls mit verschlüsselten E-Mails nichts anfangen können, so Michael Krauß vom BSI. Neben der Verschlüsselung dienen sowohl OpenPGP als auch S/MIME der Signierung von Daten. Anhand dieser elektronischen Unterschrift kann der Empfänger die Echtheit einer E-Mail feststellen.
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(dpa,Sven Appel/mri)
OB-Kandidatin Nallinger
Zitat: "Eigentlich koennte die SZ die Schluessel auch gleich auf der Website zur Verfuegung stellen. Per https passiert waere das auch hinreichend sicher."
Die Schlüssel können ohne Probleme der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden bzw. sollten es sogar. Dafür gibt es extra sgonannte Schlüsselserver. Kurze Erklärung:
Bei der Asynchronen Verschlüsselung (das ist die übliche vorgehensweise mit PGP) werden zwei Schlüssel gebraucht um eine Nachricht zwischen zwei Personen verschlüsselt zu senden. Der Ersteller der Nachricht muß den öffentlichen Schlüssel (public-key) haben, mit dem er die Nachricht verschlüsseln kann. Der Empfänger kann nun mit dem privaten Schlüssel (private-key) diese Nachricht wieder entschlüsseln. Normalerweise legt man den public-key auf einem key-server ab, so daß ihn dort jeder finden kann. Man verschlüsselt also mit dem public-key und entschlüsselt mit dem private-key.
Leider stellt man sich in Deutschland bereits unter Generalverdacht, wenn man eMails verschluesselt.
Nur so nebenbei:
Wenn man bei der Recherche die Seite http://www.gpg4win.org/ besucht, und einen dezenten Versionsabgleich mit GnuPG vornimmt, dann sieht man schnell, dass das Projekt leider seit September 2007 nicht mehr gepflegt wird.
Aktuell ist GnuPG 1.4.9. Bei http://home.arcor.de/rose-indorf/ gibt es die gut gepflegten GnuPG-Pack Basics, welche durchaus zu empfehlen sind.
Und wirklich, GnuPG und Enigmail mit SeaMonkey (oder auch Thunderbird) machen das Ent- und Verschlüsseln kinderleicht. Man muss nur rechtzeitig daran denken, eine gute Passphrase zu verwenden; also vergesst mal Namen von Hund, Katze, Maus und Napoleon dafür.
Irgendwie wuerde es mich ja schon reizen auszuprobieren, was wohl passiert, wenn ich bei einer der SZ Kontaktadressen nach einem GPG Schluessel fragen wuerde, um die eigentliche Kommunikation zu verschluesseln.
Eigentlich koennte die SZ die Schluessel auch gleich auf der Website zur Verfuegung stellen. Per https passiert waere das auch hinreichend sicher.
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