Surfen mit Höchstgeschwindigkeiten - damit locken viele Anbieter. In der Realität wird die versprochene Übertragungsrate jedoch selten erreicht. Doch es gibt Abhilfe.

Das klingt toll: Surfen mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde - also blitzschnell. Die Realität sieht meist anders aus: Die vom Internetanbieter in Aussicht gestellte Übertragungsrate wird selten erreicht. Manchmal liegt das allerdings auch an der vom Kunden verwendeten Technik sowie den Einstellungen von Computer und Router. Etwa jeder fünfte Anruf im Callcenter des DSL-Anbieters Hansenet dreht sich um das Tempo des Internetzugangs, sagt Markus Leptien, Leiter der Anwendungsentwicklung bei dem Unternehmen aus Hamburg.

DSL_Geschwindigkeit, dpa

Wenn die DSL-Verbindung zu langsam ist, reicht es manchmal bereits, den Standort des Routers zu verändern. (© Foto: dpa)

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"Wir können dann ziemlich schnell prüfen, ob es ein Problem mit der Leitung gibt", erklärt der Ingenieur. Doch häufig geht es lediglich darum, Missverständnisse zu klären: Verspricht der Anbieter DSL zum Beispiel mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s), gilt diese Angabe für das Herunterladen von Daten aus dem Netz - und nicht für das Hochladen etwa von umfangreichen E-Mails. "Das verwechseln viele Anwender", sagt Leptien. Das Tempo für den Upstream beträgt in der Regel höchstens 1 MBit/s.

Nicht ganz unschuldig sind die Internet-Anbieter an einem anderen Missverständnis: Erst mit der Zeit sind einige von ihnen dazu übergegangen, die vollmundig versprochenen Datentransferraten mit dem Zusatz "bis zu" zu versehen, da es sich bei diesen Angaben um die maximal erreichbare Geschwindigkeit handelt. Hansenet teilt laut Leptien den Kunden die am jeweiligen Anschluss erreichbare maximale Transferrate in einem Schreiben mit.

Router neu ausrichten

Sind alle Missverständnisse ausgeräumt, tut der Anwender gut daran, seine eigene Technik zu überprüfen: Zunächst sollte er die Firmware des Routers mit einem Update auf den neuesten Stand bringen, empfiehlt die in Hamburg erscheinende Zeitschrift Computer Bild (Ausgabe 9/2008).

Wer einen WLAN-Router verwendet, checkt am besten dessen Standort. In Windows lässt sich die Empfangsqualität einfach ablesen. Ein Symbol, das die Stärke des vom Rechner empfangenen Signals anzeigt, erscheint in der Taskleiste. Oft lohnt es sich schon, den Router ein wenig zu drehen beziehungsweise die Antenne zu bewegen.

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