Über den Kabel-Fernsehanschluss wird jetzt auch im Internet gesurft. Drei große Anbieter gibt es bereits in Deutschland.
Wer im Internet surfen möchte, braucht dafür nicht unbedingt einen DSL-Anschluss. Eine Alternative sind die Kabelnetze. Dienten diese lange nur zum Empfang von Fernsehen und Hörfunk, ist es seit einiger Zeit möglich, darüber auch Telefon und den Internetanschluss zu beziehen. Drei große Anbieter sind auf dem deutschen Markt aktiv: Unitymedia in Hessen und Nordrhein-Westfalen, Kabel BW in Baden-Württemberg und Kabel Deutschland in allen Bundesländern.
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Auch über das Kabelnetz kann jetzt ein Internetanschluss bezogen werden. (© Foto: afp)
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Darüber hinaus sind Anbieter wie Tele Columbus, Primacom und viele kleinere regionale Anbieter am Markt. In dem meisten Fällen wird sich Internet und Telefon übers Kabel für denjenigen lohnen, der ohnehin über seinen Mietvertrag an einen Kabel-Fernsehanschluss gebunden ist. Aber auch wer Internet und Telefon übers Kabel haben möchte, darüber aber kein Radio und Fernsehen empfangen will, geht nicht zwangsläufig leer aus.
Er kann sich einen sogenannten Sperrfilter installieren lassen, erklärt Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. "Das ist zum Beispiel eine Alternative für Besitzer einer Satellitenanlage, die überhaupt kein Kabelfernsehen brauchen."
Für private Anwender reichen zwei Megabit
Einzig in Baden-Württemberg müssten interessierte Verbraucher in jedem Fall zusätzlich 16,90 Euro für das Kabelfernsehen einplanen, weil dort Internet und Telefon per Kabel nicht entkoppelt vom Fernsehanschluss angeboten werden. Prinzipiell sei das Kabel in der Fläche in Sachen Bandbreite leistungsfähiger als DSL in seinem jetzigen Ausbaustand, sagt Gundall.
Für private Anwender, die mit dem PC nur arbeiten und surfen, reiche in der Regel eine Geschwindigkeit von zwei Megabit. "Wer besonders viel herunterlädt oder Videos im Netz anschaut, braucht allerdings eine größere Bandbreite." Kabel Deutschland bietet beispielsweise Telefon und Internet mit sechs Megabit für 20 Euro monatlich an, die 32 Megabit-Flatrate liegt bei 30 Euro inklusive Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz. Wer mit einem Megabit auskommt, kann auch eine reine Internet-Flatrate für zehn Euro monatlich buchen. Wer bei Unitymedia eine Internet- und Telefon-Flatrate haben möchte, zahlt bei Geschwindigkeiten von zehn bis 32 Megabit zwischen 25 und 45 Euro.
Eine reine Internet-Flatrate kostet monatlich 20 Euro. "Aktuell sind 86 Prozent des Kabelnetzes in NRW und Hessen für Breitband-Internet ausgelegt", erklärt Unternehmenssprecherin Katrin Köster. Auf den Webseiten der Anbieter können Nutzer über die Eingabe ihre Anschrift prüfen, ob Internet und Telefon per Kabel bei ihnen zur Verfügung stehen.
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- DSL Breitbandanschluss mit Schmalspur-Service 08.07.2009
- Internet Schneller surfen 08.07.2009
- DSL-Anschluss Trotz Highspeed im Stau 12.05.2009
- Breitband-Funknetz Turbo vom TV-Mast 12.03.2009
OB-Kandidatin Nallinger
Nunja, das hängt aber weniger mit der Technologie "DSL" als mit dem Wechsel von verschiedenen Systemen zusammen. Es ist natürlich ganz einfach von DSL auf Kabel zu wechseln, man könnte sogar Überschneidungen zur Sicherheit einplanen, vice versa geht das allerdings auch. Hauptproblem bei von Ihnen geschilderten Fall ist, dass GMX, T-Com, 1&1 alle auf der gleichen Infrastruktur arbeiten, d.h. Leitungen der Telekom benutzen. Wenn Sie allerdings den Leitungsinhaber gleich mitwechseln, z.B. von Telekom zu Arcor, dann geht das auch ähnlich problemlos wie der Wechsel von DSL zu Kabel (theoretisch - Probleme mit der Rufnummerportierung kann es auch beim Kabelanschluss geben).
Bei einer Sache haben Sie allerdings voll und ganz recht: zum Fernsehen, taugt Kabel lustigerweise am allerwenigsten, zumindest nicht hier. Entweder man begnügt sich mit dem ganz passablen DVB-t (allerdings ist das nicht überall so, dass auch die Privatsender verfügbar sind, BaWü hat z.B. nur ÖR) oder man ist ein wenig anspruchsvoller (zumindest technisch und ökonomisch) und hat dann gleich Satellitenfernsehen, anstatt dem Kabelnetzbetreiber noch einen Haufen Geld für weniger Leistung und Gängelung durch überteuerte und technisch minderwertige Settop-Boxen in den Rachen zu werfen
@kschneid "Andererseits frage ich mich auch, wer denn wirklich seinen Kabelanschluss nur zum Surfen/Telefonieren benutzt."
Vermutlich jeder, der, wie ich, seit Jahren schon nicht mehr so gerne und daher auch nicht mehr so viel fernsieht, wie früher. Mir reicht DVB-T völlig.
Ich habe einen DSL-Anschluss bei GMX und einen ISDN-Anschluss bei der Telekom. Wenn ich meinen DSL-Anschluss wechseln will, habe ich scheinbar immer garantierte Offline-Zeiten: von GMX zur Telekom ca. 6 Tage und 1&1 nimmt die Bestellung sogar erst an, wenn der GMX-Vertrag seit 10 Tagen ruht (beide United Internet!) das bedeutet dann ca. 3 Wochen offline!
Wenn ich zu Kabel Deutschland wechsle kann ich den DSL-Anschluss nutzen (gegen Geld natürlich) bis der neue Anschluss funktioniert und habe so keine Offline-Zeiten. Und der Telefonanschluss ist im Preis enthalten (Fax-Geräte kann man wohl übrigens, anders als bei VoIP, weiterhin mit ungedrosselter Bautrate nutzen!).
Aus meiner Sicht wird man als DSL-Kunde geradezu zu den Kabelanbietern getrieben. Kundenfreundlichkeit und Kundenbindung ist jedenfalls was anderes...
Nur mal so aus purem Interesse: Was an dieser Meldung ist den Neu? Neu wäre, dass inzwischen erste Häuser in den alten Bundesländern mit Fibre@home, also einem Glasfaseranschluß angebunden werden, aber Breitbandinternet über das Coax-Kabel ist wirklich ein uralter Hut und wurde vor Jahren auch als Triple-Play beworben.
Was für News, nutze Kabel seit über 2 Jahren, noch nie ein Problem damit gehabt. Der Ping ist sagenhaft, kann DSL nicht mithalten. Der größte Vorteil ist allerdings der Upload. Wärend bei DSL dieser technisch bedingt nur wenige % des Downloads beträgt, ist er bei Kabel fast genau so schnell. Wer häufig Fotos oder Filme ins Netz stellt wird kaum am Kabel vorbeikommen.
Neu ist das ganz ja nicht - mein Internet-Anschluss läuft bereits seit über sechs Jahren über das Kabelnetz - und zwar von Anfang an ohne Probleme und kostengünstig.
36 Stunden nach der Bestellung war alles frei Haus geliefert und läuft, und läuft, und läuft seit dem.
In München ist es sogar möglich, sich das Modem in einem Ladengeschäft in der Innenstadt abzuholen, heimzufahren und es funktioniert sofort.
Auch der Vertrag ist super - kein Kleingedrucktes, 14 Tage Kündigungsfrist und absolut günstige Kosten.
Ich habe DSL nie ausprobiert sondern bin von Anfang an über das TV-Kabel im Netz - und immer noch glücklich über diese Entscheidung.
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