Die Regierung lobt den "digitalen Radiergummi" als Möglichkeit, dem Internet das Vergessen zu lehren. Doch die erste Version ist weder voll funktionstüchtig noch kostenlos.
Ein Hoffnungsträger mit Mängeln: Der von der Regierung unterstützte "digitale Radiergummi" für das Internet ist nun im Internet herunterladbar und kann ab sofort eingesetzt werden - zunächst allerdings nur für Bilder.
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Wenn es doch so einfach wie in der Realität wäre: Der Radiergummi für die digitale Welt kann bislang nur Bilder löschen. (© ddp)
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Die Idee des von einem Saarbrücker Informatiker entwickelten Dienstes "x-pire!" ist, die Dateien verschlüsselt hochzuladen - nach einem voreingestellten Zeitraum wird der Schlüssel dann gelöscht und die Bilder oder Texte können nicht mehr abgerufen werden.
Mit der Zeit werde man das Verfahren auch auf andere Dokumente wie PDF-Dateien und auch ganze Websites ausweiten, kündigte der Saarbrücker Informatik-Professor Michael Backes an. Der Entwickler vermarktet den Dienst über die eigens gegründete Firma x-pire! GmbH.
Sowohl zum Hochladen als auch zum Betrachten der Bilder braucht man eine Erweiterung für den Browser Firefox. Zum Anschauen ist sie kostenlos, eine Lizenz zum Verschlüsseln der Bilder kostet nach Angaben von Montag rund zwei Euro im Monat.
Nach der Vorstellung ist das Verfahren teilweise als ineffizient kritisiert worden. So räumte Backes in einem Interview mit dem Tagesspiegel ein, dass Missbrauch bei bereits entschlüsselten Bildern nicht ganz ausgeschlossen werden könne: "Dass Dateien kopiert und wieder online gestellt werden, ist nicht zu verhindern."
In dem Gespräch Anfang Januar hatte er zudem einen Preis von rund zehn Euro im Monat für eine Flatrate genannt. Einige Experten kritisierten zudem, der Betreiber der Verschlüsselungsservers bekomme einen kompletten Überblick darüber, wer sich wann welches Bild angeschaut habe.
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(sueddeutsche.de/dpa/joku)
...nicht DEM!
Modifizierte Bilder, die nur mit einem bestimmten Browser und einem bestimmten Plug-In angeschaut werden können, na toll. Und unsere „was ist doch gleich noch mal ein Browser” Politikikerkaste ist so begeistert von der Idee, daß sie dem Entwickler auch gleich eine Lizenz zum Gelddrucken ausstellt. Wahrscheinlich basteln sie schon an einem Gesetz, das die Verwendung von „x-pire!” für alle Internet-Nutzer verbindlich vorschreibt. Die fälligen Lizenzgebühren könnte ja praktischerweise die GEZ einziehen und nach Saarbrücken überweisen.
fussfesseln für digitale bilder. dann kann sie auch niemand runterladen, weil ich hab sie ja am fuss. in der fessel. hehe. und so bleiben sie auch in deutschland, weil ich lebe ja in deutschland. da wo das internet ist. es sei denn ich werde gekidnapped. aber dann könnte ich die fussfessel ja noch kurz in die isar werfen. oder in den rhein. und bis die da gefunden wird...
digitale radiergummis hingegen wünschte ich mir für unsere regierung und deren geniale ideen. himmel, könnte ich ruhig schlafen.
"Mit der Zeit werde man das Verfahren auch auf andere Dokumente wie PDF-Dateien und auch ganze Websites ausweiten, kündigte der Saarbrücker Informatik-Professor Michael Backes an. Der Entwickler vermarktet den Dienst über die eigens gegründete Firma x-pire! GmbH."
Sehe ich das richtig?
Der Professor entwicklet im Rahmen seiner Tätigkeit an der Uni, er ist lt. Homepage der Uni Saarland Inhaber des Lehrstuhl für "Information Security and Cryptography" - bezahlt von Staatsgeldern - eine Software, vermutlich noch unter zu Hilfenahme seiner ebenfalls vom Staat bezahlten Assistenten, und vermarktet das Ergebnis dann über eine von ihm gegründete Firma. Er wird also vom Staat für die Entwicklung bezahlt, und kassiert dann nochmal über seine private Firma ab?
Da sollte doch mal jemand etwas genauer hinsehen, ob die Software im Rahmen des Lehrauftrags entwickelt wurde oder nicht. Denn wenn die Software im Rahmen einer Hochschultätigkeit entwickelt wurde, dann ist sie Allgemeingut, welches nicht von einer Privatperson vermarket werden darf.
Hier eine vorläufige Liste der gesammelten Werke:
norbert-hense.de/blog/?p=189
Axel E. Fischer ist das deutsche Synonym für Politiker, die mit ihren Offlinevergleichen immer wieder dafür sorgen, dass mit dem Internet Gutes unterlassen und schlechtes getan wird...
Auffällig oft kommen diese Leute aus der Union.
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