Einige neue Digitalkamera-Modelle verzichten ganz auf Kabel und senden Schnappschüsse drahtlos an Computer und Drucker und ins Internet.
Ein FireWire-Kabel für den Camcorder, Mini-USB-Stecker für den MP3-Player und so weiter: Eigentlich sollte die Devise ja "Kabel ab" heißen, doch mit all den Peripheriegeräten hat der Kabel-Wirrwarr an den meisten Computer-Arbeitsplätzen eher zugenommen.
Lizenz zum Funken: Nikons Coolpix S7c. Mit WLAN-Routern mag die Kamera aber nicht zusammenarbeiten. (© Foto: Nikon)
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Bei MP3-Playern ist wahrscheinlich mit Microsofts kommendem "Zune"-Player Besserung zu erwarten, in der Digitalfotografie bemühen sich Nikon, Canon und Kodak, den Anwendern Funk statt Kabel schmackhaft zu machen. Mit unterschiedlichem Erfolg.
Von Nikon kommt mit dem aktuellen Modell Coolpix S7c eine Kamera mit eingebautem W-Lan. Auch ihr Vorgängermodell Coolpix S6 hatte schon die Lizenz zum Funken, zudem können auch die deutlich größeren Modelle Coolpix P3 und P2 mit Wireless LANs Kontakt aufnehmen. Canon schickte die Digital Ixus Wireless ins Rennen.
All diesen Kameras ist gemeinsam, dass zur Verbindungsaufnahme mit PCs oder Apple-Rechnern eine spezielle Software auf diesen installiert werden muss. Dass die Geräte sich direkt an der Zentraleinheit eines Funknetzes, dem Router, anmelden, das funktioniert noch nicht.
Von weniger Kabel-Wirrwarr auf dem Schreibtisch abgesehen, könnte so eine Kamera zum Beispiel auch für Partys interessant sein - was die Gäste fotografieren, wird sofort auf den Server gespielt, ins Internet kopiert oder via Beamer an die Wand geworfen.
Das neueste Coolpix-Modell speichert Bilder zudem auch direkt im Internet statt auf dem Rechner. Das Canon-Gerät kann man dafür via WLAN fernsteuern und den Auslöser auch aus der Ferne betätigen - es arbeitet dann als eine Art Webcam.
Völlig problemlos ist die Kommunikation mit beliebigen Fotodruckern - solange sie einen USB-Anschluss besitzen. Canon liefert den nötigen Funkadapter gleich mit, bei Nikon muss man ihn separat bestellen.
Dass trotzdem nicht jede Kamera mit Drahtlos-Verbindung ausgerüstet ist, liegt vermutlich daran, dass die Einsatzmöglichkeiten noch begrenzt sind. Bezeichnend ist, dass Kodaks bisher einzige Wireless-LAN-Kamera "Easyshare One" noch immer keinen Nachfolger gefunden hat.
Zurzeit ist das 4-Megapixel-Gerät mit der ehemaligen Preisempfehlung von über 400 Euro denn auch für 180 Euro bei Amazon im Ausverkauf zu finden.
Handys haben es da leichter: Bluetooth-Nahbereichsfunk gehört hier schon zum Standard, weil sich damit auch passende kabellose Headsets verwenden lassen. Jetzt fehlt nur noch ein Bluetooth-Adapter für den Drucker (rund 50 Euro), und schon verwandeln sich die Handy-Fotos ohne lästige Kabelverbindung in 9x13-Bilder.
(sueddeutsche.de)
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