Das Internet kann alles: vom Eier kochen bis zum Kuchen verteilen. Doch zu Hochform läuft es auf, wenn es um das Ende geht. Dies und mehr in unserer letzten Netzwelt-Kolumne.
Regel 97: Das Internet ist Kunst
Erst schwarz, dann weiß, dann grau. (© Foto: HTML DOM Visualizer)
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Zu den großen Widersprüchen des Web zählt die Tatsache, dass das Internet zwar Bilder mag (vgl. Regel 93: Im Netz sind Bilder wichtiger als Text), sich selbst aber kaum abbilden lässt (vgl. Regel 15: Das Internet ist nur schwer zu sehen). Der Schweizer Netzkünstler Marcel Salathé alias Sala löst diesen Widerspruch mit Hilfe der Kunst: Mit dem sogenannten HTML DOM Visualizer Applet stellt er Webseiten als Kunstwerke da. Das sieht nicht nur toll aus, es ist auch sehr einfach nachzumachen: Lediglich die Adresse einer Website in den Visualizer eingeben und schon entsteht ein wundervolles Kunstwerk.
Die URL onethousandpaintings.com führt beispielsweise zu diesem Bild links. Und die URL wiederum gehört zu einem weiteren Kunstprojekt von Sala, bei dem er die Zahlen 1 bis 1000 in Rahmengröße 30cm x 30cm verkauft - gemalt als Unikate. Dabei handelt es sich um eine künstlerische Variante der Milliondollarhomepage (vgl. Regel 47: Das Internet schreckt vor Wiederholungen nicht zurück), auf der der Student Axel Tew eine Million Pixel verkaufte.
Dass Kunst im Netz nicht immer große Ideen braucht, beweisen übrigens die Suchmaschinen RedZee und Quintura, die die Suchergebnisse visuell darstellen und so jede einfache Netzsuche zu einem Kunsterlebnis machen.
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