Vor genau 25 Jahren schlug der Informatik-Student Scott E. Fahlman vor, in elektronischen Nachrichten kleine, auf die Seite gelegte Gesichter einzufügen. Heute finden sich Emoticons in vielen E-Mails - leider.

SZ: Herr Brockschmidt, Sie sind Psychologe mit Schwerpunkt Internet in Darmstadt. Sind Emoticons ein Ausdruck für die Sehnsucht des Menschen, niemals missverstanden zu werden?

Anzeige

Brockschmidt: :-)

SZ: Ja? Sind sie denn eine geeignete Art, Gefühle zum Ausdruck zu bringen?

Brockschmidt: :-(

SZ: Nein?

Brockschmidt: :-/

SZ: Sie sind sich nicht sicher? Sollte derjenige, der seine Meinung einigermaßen in Texten zum Ausdruck bringen kann, überhaupt Emoticons verwenden?

Brockschmidt: :-(((

SZ: Vielen Dank, Herr Brockschmidt.

Die grafische Weiterentwicklung des Emoticons ist der Smiley - und dabei genauso nervig. Aber sehen Sie selbst.

Leser empfehlen 

(SZ vom 9.8.2007)