Debian, Ubuntu oder Fedora? So findet jeder das richtige Linux

Linux feiert im August seinen 20. Geburtstag. Noch immer hängt dem freien und kostenlosen Betriebssystem allerdings der Ruf an, kompliziert zu sein. Dabei ist es inzwischen ganz einfach, Linux auf dem eigenen Rechner zu nutzen.

Linux hat den Ruf, die PC-Spielwiese der Geeks und Nerds zu sein, die sich in jeder Codezeile eines Programms auskennen. Dabei ist das freie Betriebssystem 20 Jahre nach seinen ersten Anfängen im August 1991 so einfach zu bedienen wie Windows oder Mac OS.

Mit der KDE-Oberfläche bei OpenSuse dürften die meisten Windows-Nutzer auf Anhieb zurecht kommen.

(Foto: dpa-tmn)

Es bietet nur mehr Möglichkeiten, unter die Oberfläche der Fenster abzutauchen und an die Tiefen der Software zu gelangen. Warum schafft es Linux, dessen Symbolfigur der Pinguin ist, nicht, aus seiner Nische herauszukommen?

Für die meisten sei es zu umständlich, einen PC mit vorinstalliertem Windows auf Linux umzustellen, glaubt Novell-Manager Holger Dyroff. "Ich persönlich habe seit 1994 nichts anderes als Linux auf meinem Rechner."

Novell ist mit OpenSuse verbunden, einer der klassischen Linux-Distributionen. So werden die Software-Bündel benannt, die aus dem Linux-Kernel, dem innersten Kern des Betriebssystems, und einer Vielzahl von anderen frei verfügbaren Programmen bestehen.

Die Suse, wie der Vorläufer von OpenSuse, liebevoll genannt wurde, "hat in Deutschland Pionierarbeit zur Verbreitung von Linux geleistet", sagt Nils Magnus, der Mitbegründer des Linuxtags. Wer mit Windows vertraut sei und umsteigen wolle, mache mit OpenSuse nichts verkehrt. Dafür sorgt vor allem die eingängige grafische Oberfläche KDE.

OpenSuse ist aber nicht mehr die beliebteste Linux-Variante. Die wohl größte Verbreitung hat das 2004 begründete Ubuntu-Projekt mit geschätzten 25 Millionen Nutzern weltweit gefunden.