Datenschutz Apps sollen verraten, was sie speichern

Sie greifen private Daten ab: Viele Anwendungen fürs Smartphone sind kleine Schnüffler. Eine Gruppe aus App-Entwicklern und Verbraucherschützern will das ändern.

Ähnlich wie Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen sollen Apps künftig zeigen, welche persönlichen Informationen sie über ihre Nutzer sammeln und an wen sie die nutzerspezifischen Daten weitergeben. Das leistet ein Programmiercode, den eine Gruppe aus Appentwicklern und Verbraucherschützern entwickelt hat. Sie wollen mit diesem Projekt mehr Transparenz in die Datensammelei der Apps bringen, berichtet die New York Times.

Handybesitzern soll damit die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten leichter fallen: Wer zum Beispiel eine Taschenlampen-App sucht, kann dann diejenige auswählen, die am wenigsten Daten von ihm verlangt.

Immerhin gibt es nun ein Musterangebot, dass Programmierer leicht einbinden können. Doch natürlich müssten viele Appentwicker mitziehen, damit das Projekt funktioniert. Große Anbieter wie Apple und Google, die Markstandards setzen können, haben sich bisher noch nicht geäußert, ob sie den Code bei ihren Apps integrieren wollen.

Kritiker sagen außerdem, das Projekt würde keine wirkliche Verbesserung mit sich bringen. Teilnehmende Apps würden doch nur grob preisgeben, welche Daten sie sammeln. Der Nutzer hätte weiterhin keine Möglichkeit, Zugriffe auf bestimmte Daten zu sperren oder zu erfahren, was das Unternehmen bereits alles gespeichert hat.