Von Bernd Graff

Alles lief, alles noch da. Nach den Tränen der Rührung kurz ins Yast2-Kontrollzentrum geklickt - mal eben das Modem eingerichtet, Internetverbindungsdaten eingetragen - und losgesurft.

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Ja, wir alten Linux-Fexe. Uns macht doch keiner was vor. Gewieft wie wir sind. Die Wizzards of OS. Eben!

Also: Die Installation eines mir fremden, unbegreiflichen, nachgerade mysteriös erschienenen Betriebssystems erwies sich, trotz meiner expliziten Weigerung, eines der dicken Handbücher zu studieren, als denkbar einfach. Gefühlter Schwierigkeitsgrad: 0,3. Außer den Anfangsängsten, WIN zu verlieren, keine weiteren Vorkommnisse.

Das heißt natürlich nicht, dass ich fortan auf den einen oder anderen langen Blick in eines der dicken Handbücher oder auf die Hilfe der man-Pages verzichten konnte oder in Zukunft verzichten könnte.

Ich will ja schließlich mit Linux arbeiten. Dazu muss auch was gelernt werden. Selbstverständlich.

ABER: Um dieses System zu installieren, wollte und musste ich eben jenes System nicht schon - womöglich auch noch aus dem eff-eff - kennen müssen. Da die Installation aber so reibungslos verlief, kann ich Linux nun im laufenden Linux-Betrieb kennen lernen.

Und nur darum ging es doch: Kommt man als "Dümmster anzunehmender Nutzer" (DAU) überhaupt in die Nähe dieses fremden Systems oder macht Linux alle Schotten vor den Neugierigen dicht? (Klar, es gibt Knoppix, aber das ist nicht "the real thing" einer Vollinstallation.) Linux sperrt sich offensichtlich nicht (mehr).

Insofern ist der Test bislang voll und ganz geglückt. Und ich durfte dann doch noch Einiges erleben.

- weiter zu Part 3

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