Immer schön, MP3-Musik-Files auf der Festplatte zu haben. Noch schöner, einen MP3-Player im Portfolio seiner Anwendungen zu haben. Und am schönsten ist es, wenn Player und File sich glücklich finden.
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Aber doch nicht ohne Aufsicht!
Es war an einem dieser schönen Sonntage, die gänzlich, nein, nicht gänzlich, aber fast gänzlich von Linux beherrscht werden sollten.
Dieser Sonntag sollte es jedoch nicht, wurde er aber.
Beim Start von Linux lief alles cremig wie immer - bis zum Moment des KDE-Starts.
Danach zeigte der Rechner nämlich nichts mehr - außer einem Mauszeiger, einem dunkelroten Hintergrund mit den beiden Xeyes-Eiern darauf. Sonst war da rein gar nichts mehr.
Doch die Kontroll-Leiste war noch zu sehen - aber Ratzfatz leer - bis auf den (Windows-Analogie jetzt!) "Start-Button".
Sehr schön, nun den Xeiern mit der Maus ausgiebig das Schielen beizubringen. Sonst gab es ja nichts mehr zu tun. Noch schöner, dass dann ein ebenfalls nicht sichtbarer und definitiv nicht angeforderter MP3-Player dazu ausgiebigst das definitiv nicht angeforderte "American Pie" von Don McLean spielte.
------ Wann hatte ich dieses MP3-File wohl zuletzt gehört? Mach nachdenken? Uralter Hit jedenfalls, zuletzt von Madonna wieder erinnert, hört man aber immer wieder gerne. Aber doch nicht in einer ENDLOSSCHLEIFE! ------
Ja, es war so: Der MP3-Player, vermutlich xmms, den hatte ich einmal vor Tagen gestartet - jetzt jedoch nicht - schrummte vermutlich sein Lieblingslied aus meinem MP3-Festplattenkeller. Rauf und runter. Immer wieder von Neuem.
Der "Start-Button" ging ja noch. Ich schoss den Mauspfeil gefährlich nahe den Eier-Pupillen vorbei, genau ins Zentrum des Buttons.
Sesam öffne dich! Ich versuchte, einen Mp3-Player zu starten, um ihn womöglich sofort abstellen zu können. Ging nicht: der Soundserver sei schon beschäftigt, lautete die Meldung.
Stimmt, das Genudel musste ich ja gerade hören.
Ich ging ans Eingemachte: Bash-Konsole geöffnet und "ps -x" eingegeben. Den Befehl hatte ich in einer Newsgroup gelernt: Er zeigt an, welche Prozesse gerade auf der Maschine laufen und welche PID (Process Identification) sie haben, eine Art Identifikationsnummer für jeden Prozess. (In der Analogie: Der Windows-Taskmanager zeigt so etwas auch!)
Ich fand die Prozessnummer 1869 für den Lärm und gab in der Konsole "kill -1869" ein. Das beendete Dons Amerika-Kuchen sofort sehr gründlich ....
........ aber nur, um sofort irgendein anderes meiner MP3-Files anzustimmen.
Den Vorgang: "ps- x bis kill..." startete ich dann noch mehrmals - mit immer demselben Resultat. Es war wie Hase und Igel im Musikantenstadl: Kaum war eine PID gekillt, war die nächste im Rennen. Das war der Moment, in der ich meine MP3-Samlung hassen gelernt habe. (Ich kannte die Kill-Option "-9" da noch nicht!)
Was also war zu tun. Mehrmaliges Reboot führte nur zu Dons Kuchen zurück - und weit geöffneten Augen, die das alles nicht fassen konnten - wie auch?
Der inzwischen ebenfalls fassungslose Linuxnovize entschied sich zur ---- NEUINSTALLATION!
... Und ab hier muss man kann man wieder im ersten Teil dieses Linux-Experiments nachlesen.
Auch eine Art Endlosschleife - oder besser: Hoffentlich nicht.
Linux, die Zweite: Bislang ist alles wieder und immer noch cremig, Samba bleibt eine offene Frage, der Rest ist sonst wie sonst.
Aber, wer die besagte CD gewinnen will, sollte vielleicht auch noch erklären, warum sich der MP3-Dudler ausgerechnet American Pie für seine Folter kurz vor dem Abgang ausgesucht hat... ;-)
"Do you recall what was revealed / The day the music died?")
Bis dahin:
"Not a word was spokenThe church bells all were brokenAnd the three men I admire mostThe Father, Son and the Holy GhostThey caught the last train for the coastThe day the music died."
Tja
Bernd Graff
Rekord in Deutschland