Von Bernd Graff

Was tun? Die Hardware-Erkennung von YAST2 hatte alle lebenswichtigen Organe meines Rechners korrekt erkannt. Die grafische Installationsoberfläche ließ mein Maus-Treiben zu. Ein gutes Gefühl (Nach der XP-Pleite reagiere ich empfindlich auf stagnierende Mauszeiger). Der YAST 2-Installer wartete also marschbereit auf seinen Einsatzbefehl - und ich konnte mich nicht entschließen. Windows war doch noch nicht gesichert. Was also ist, wenn der Bootmanager LiLo, den ich von früheren Linux-Installationen her kannte, meine Windows-Hälfte ignorieren würde? Immerhin wird der MBR (Master-Boot-Record) der ersten Festplatte manipuliert, und wenn der Windows nicht mehr aufweist, ist vorerst Schluss mit Fensterln. Da kann die Windows-Installation dahinter noch so piekfein und aufgeräumt sein. Und, offen gestanden, meine piekfeine und aufgeräumte Win-Installation wollte ich mir gerade jetzt, wo sie so piekfein und aufgeräumt ist, nicht von dem neuen, neugierig machenden Linux versauen lassen. Denn, was geschieht, wenn ich an irgendeiner Stelle in die Installation von Linux eingreifen müsste, sie vielleicht zeilchenweise korrigieren oder auf Besonderheiten meiner Rechner-Architektur aufmerksam machen? Ich beherrsche den Dialekt ja noch immer nicht. Allein, wenn ich /dev/sda oder so ähnlich lese, das ist angeblich die erste SCSI-Festplatte, mein "C:", wird mir schwarz vor Augen.

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Um 22:40 ging ich schlafen.

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