Nahezu alles habe ich mitgemacht. Nahezu alles habe ich erlebt. Ich war eine PC-Frühgeburt und ein Internet-Säugling. Ich bin oft genug durch die Fenster einer Firma in Redmond gestürzt. Ich habe den Browserkrieg überlebt. Und was Gopher und Veronica sind, weiß ich auch noch. Kann mich allerdings nur schwer daran erinnern.
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Ich war entzückt, einem Commodore 64 das Zählen beizubringen und habe der Datasette beim Abspeichern und Finden von Mini-Progrämmchen geholfen. War ich stolz. Und als der WDR einmal Programme über das Fernsehen beamte, habe ich erstmals so etwas wie eine Cyber-Community erlebt. Danach ging ich ins Netz, über einen Uni-Rechner, auf dem Unix lief. Nichts habe ich davon verstanden. Nichts. Denn da kniete ich daheim schon auf der Fensterbank von Windows. Alle Versionen ab 2.0 habe ich installiert, erlebt, belächelt, und schließlich wieder gelöscht. Die Computer wurden schneller, die Textverarbeitungen größer. Nur meine Texte haben die schneller-und schneller-Computer mit den größer-und-größer-Textverarbeitungen auch nicht schneller und größer gemacht. Kurzum: Ich bin ein halbwegs waches Kind der PC-Ära, der Internet-Ära, der Microsoft-Ära. Und ich habe gelebt und gelitten.
Irgendwann habe ich aufgehört, nach einem PC-Neukauf die alten Rechner wegzuschmeißen. Ich habe ein Netzwerk daraus gemacht. Vermutlich nur, um es zu tun.
Drei Computer reden nun miteinander - drei Betriebssystem-Versionen von Windows. Am leichtesten, das muss ich sagen, war die Einbindung des Windows-XP-Rechners ins Netzwerk. Aber der hatte andere Probleme. Irgendwann, warum weiß niemand - es hatte auch keinerlei Änderungen am System gegeben, keine Software-Installationen oder Hardware-Upgrades - aus heiterem Himmel also ... irgendwann gefiel es diesem sonst so exzellenten XP-Rechner, das Human User Device, genannt Maus, zwar anzuzeigen, aber auf keine Bewegung mehr reagieren zu lassen. Dumme Sache das: denn ohne Maus navigiert es sich schlecht durch die GUIs, Graphical User Interfaces, dieser Erde, mögen sie auch noch so graphical sein. Mit Tastaturbefehlen robbte ich mich in die Hilfeseiten des Systems und fand unter meinem Maus-Problem ungefähr folgenden Ratschlag: "Wenn Ihr System eine Maus als betriebsbereit meldet, diese aber nicht reagiert, dann .... KLICKEN Sie hier!"
Das gab mir den Rest: Wie klicken, wenn allen Beteiligten, sogar dem Rechner, klar ist, dass die Maus bewegungsunfähig ist. Ich suchte fortan, zuerst unbewusst, dann zielstrebig, die Abnabelung von der alten Windows-Mutter. Und landete bei Linux....
Wirbel um Obama-Biographie