Die älteste deutsche Computermesse Systems in München wird eingestellt - auch wegen der Finanzkrise. Davon profitiert vor allem die Konkurrenz in Hannover.
München - Im Internet werben Messehotels noch mit günstigen Tarifen für die Systems 2009. Vom 20. bis 23. Oktober soll die Computerausstellung in München im nächsten Jahr stattfinden, heißt es da. Doch Frühbucher können sich die Jagd nach günstigen Zimmern sparen.
Systems München: Die Konkurrenz zur Cebit und die Finanzkrise haben für das Aus der Messe gesorgt. (© Foto: dpa)
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Noch während die Messe aktuell bis Freitag auf dem Ausstellungsgelände läuft, hat Messe-Geschäftsführer Klaus Dittrich am Mittwoch das Ende der Systems angekündigt. Die älteste, deutsche Computermesse wird damit ein Opfer des Konkurrenzkampfes mit der Cebit in Hannover, dem Drang von Firmen nach eigenen Hausmessen - und auch der Finanzkrise. Die Unternehmen der Informationstechnologie (IT) sehen die Wirtschaftslage fürs kommende Jahr düster.
Die Systems. Das war zu Zeiten, als in der IT-Branche alles möglich schien, einmal wie selbstverständlich der zweite Treffpunkt im Jahr für die Computerindustrie. 1969 wurde die Messe ins Leben gerufen. Ihren Höhepunkt erreichte sie während der Internetblase zum Jahrtausendwechsel.
Der Veranstalter, die Messe München AG, sprach von einer "Messe der Superlative". Damals, im Jahr 2000, zeigten 3251 Aussteller ihre Produkte. Fast 150000 Besucher kamen. Beim IT-Verband Bitkom freute man sich über "das Herbst-Event für unsere Branche".
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OB-Kandidatin Nallinger
Die Systems war einmal eine Fachmesse für Administratoren, Freaks und Profis. Seit der unsäglichen Entscheidung, eine Messe für "Entscheider" zu machen, ging es den Bach runter. Warum? Weil Entscheider zuerst Input brauchen, worüber sie entscheiden sollen.
Danke, einfach und treffender gehts nicht!
Trotz der negativen Markttrends hätte die SYSTEMS erfolgreich weitergeführt werden können, wenn man es verstanden hätte, den Heimvorteil - fast die gesamte IT-Branche ist in München zuhause - zu nutzen. Das größte Handicap der CeBIT war schon immer der allseits gefürchtete Veranstaltungsort Hannover. Aber eine zweite CeBIT in München veranstalten zu wollen, war der falsche Weg. Klasse statt Masse wäre ein Konzept gewesen. Schade drum.
Das war doch schon seit einigen Jahren abzusehen. Die eigentlichen Probleme sind allesamt hausgemacht: eine umständlich-dümmliche Benutzerregistrierung ohne Sinn vor dem Eingang, dieses Jahr 35 Euro(!!!) Tageskarte, unverschämt hohe Standmieten, miserables Catering in den Freiflächen und seit Jahren keinerlei schlüssiges Konzept mehr.
Immer nur alles auf die CeBIT zu schieben, greift viel zu kurz. Die Systems war einmal eine Fachmesse für Administratoren, Freaks und Profis. Seit der unsäglichen Entscheidung, eine Messe für "Entscheider" zu machen, ging es den Bach runter. Warum? Weil Entscheider zuerst Input brauchen, worüber sie entscheiden sollen.
Dieser Entscheidung ist nicht verwunderlich aus Sicht eines Ausstellers. Das war zu erwarten.
... die Messe Systems wollte ja unbedingt das Fachpersonal loswerden und dafuer "Entscheider" anlocken.
Jetzt bekommen sie die Quittung. Entscheider haben oft nicht die Zeit um auf Messen zu gehen, und Entwickler hatten einfach keine Lust mehr auf diesen Messe-Blabla.
Schade um die Zeiten, wo man da noch echte Informationen sammeln und Kontakte knüpfen konnte statt nur Hochglanzprospekte mitzunehmen.
So, Ich bin bedient und logg mich jetzt aus
Für heute kein Bock mehr auf Nachrichten
Ciao