YouPorn ist eine "Copycat", wie Kleinz sagt, ein Sex-Verschnitt von YouTube. Denn auf YouTube darf man keine Filme mit explizitem Sex hochladen. Solche "Copycats" wie YouPorn kennt Torsten Kleinz viele. Etwa "Rotlicht-VZ", eine Kopie von Studi-VZ. Oder "Chikipedia", das "Wiki der heißen Frauen". Und "Boobpedia". Ein "Verzeichnis bemerkenswerter Frauen", wie Kleinz sagt. Die Menge lacht.
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Aber bei all den Angeboten bemängelt der Experte, dass die Potentiale des Web 2.0 nicht ausgereizt würden. Auf YouPorn könne man zwar als User Filme hochladen, ansehen und bewerten. Man könne aber nicht mit den anderen Nutzern kommunizieren, wie das wie das bei YouTube oder StudiVZ der Fall ist. "Es gibt keine richtige Community, etwa mit Passbildern und Profilen". Als sei das erstaunlich.
"Wer im Publikum konsumiert Internetpornos?" fragt Kleinz am Ende die Zuhörer. Nach langem Schweigen heben fünf Leute die Hand. "Dann haben wir heute hier fünf Pornokonsumenten und 200 Lügner", lacht Kleinz.
Ein Mann will wissen, ob es auch Angebote im Internet gebe, die sich an Frauen richten. "Ja, das sind aber nur Nischen ohne große Trefferzahlen", sagt Kleinz, "Porno ist eine Männerdomäne." Wer einen Tipp für Internetpornos habe, die sich an Frauen richten, könne die ja per SMS an die SMS-Leinwand schicken. Macht aber niemand. Wie die Pornokultur ist auch die Nerdkultur noch immer Männerdomäne.
"Advocacy 2.0"
Bei der Veranstaltung "Advocacy 2.0" sitzt aber zumindest eine Frau unter den vier Männern auf dem Podium. Auch geht es hier um ernsteres: Wie kann das Internet die Welt verbessern? Wie können Organisationen wie Greenpeace das Internet für ihre Arbeit nutzen? Und wie wirken die virtuellen Kampagnen in der realen Welt?
Markus Beckedahl, der die re:publica organisiert und das Blog Netzpolitik.org betreibt, spricht über die Internet-Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung. "Viele denken immer noch, dass Netz-Kampagnen in der Realität nichts bewirken", sagt er. "Gut," sagt er, "wir haben uns gedacht, dann machen wir das jetzt eben auch mal offline". Also jenseits des Netzes, auf dem echten Asphalt.
Tausende kamen zu den Demonstrationen gegen die Vorratsdatenspeicherung auf die Straßen. Insofern ist das Motto "kritische Masse", mit dem sich das nerdige Klassentreffen dieses Jahr schmückt, doch nicht ganz unangemessen. Jedenfalls so lange es um Datenpolitik geht.
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(sueddeutsche.de/mri)
Leider ein sehr schlechter Artikel über eine sehr gute Veranstaltung.
Oberflächiges Buchstabengeschiebe angereichert mit jeder Menge platter Allgemeinplätzen: Internet-affin = Nerd, Porno = uiuiui, Vernetzen = Bildchen mit Computer und Kabel zeigen.
2/3 des Artikels beschäftigen sich mit dem Porno 2.0 Vortrag, dem einzigen von ca. 100 (!!!) Vorträgen und Panels, dem man ein bisschen Schmuddel abgewinnen kann, der ja anscheinend auch bei der SZ gerne angeklickt wird warum sonst sollte dieses Thema so in den Vordergrund gerückt werden.
Und kein Wort über die extrem interessante Keynote von Viktor Mayer-Schönberg, Twitter, Creativ Commons oder eines der vielen anderen interessanten Themen der Re:publica.
Ich kann ja verstehen, dass eine gesunde Portion Porno-Content die Klickrate erhöht, aber ich weiß nicht, ob die Reduzierung auf Porno-Content der richtige Weg ist.
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Schöner Artikel, leider in seiner Gänze fehlerhaft. Das beginnt schon mit dem Gebrauch des Wortes Nerd. Es war bei den Anwesenden kein einziger Mensch dieser, angeblich asexuellen, Gattung zu finden.