Der 32-jährige Kinogänger Marc Kelly beschreibt die Hauptfiguren des Films als "in einer ganz eigentümlichen Weise durchweg störend". Für den Film ließ Regisseur Robert Zemeckis Bewegungen von echten Schauspielern über die sogenannte Motion-Capture-Technik punktuell erfassen und auf die animierten Figuren übertragen. Der Rest wurde von Computern erstellt. Die Methode war schon in früheren Filmen von Zemeckis zum Einsatz gekommen, etwa in "Die Legende von Beowulf" oder in "Der Polarexpress".

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Für "Mars Needs Moms" wurde sie jedoch weiter verfeinert, das Ergebnis noch detailgetreuer. Möglicherweise war das ein Fehler. "Die Leute kommentieren häufig etwa, dass es um die Augen herum tot wirke", sagt der Film-Professor und Regisseur Chuck Sheetz, der unter anderem bei einigen Folgen der animierten Erfolgsserie "Die Simpsons" Regie geführt hat. Wenn es zu wirklichkeitsgetreu werde, wirke es leicht falsch oder habe einen sehr merkwürdigen Effekt.

Auch der für die Animation bei "Avatar" mitverantwortliche Greg Philyaw rät von allzu realitätsnaher Gestaltung ab. "Unterbewusst weiß man, dass mit dem, was man sich anschaut, irgendetwas nicht ganz stimmt." Allerdings ist das "unheimliche Tal" der Uncanny-Valley-Theorie nach auch nicht bodenlos. Wenn die Effekte immer menschlicher werden, könnte es mit der Zustimmung beim Publikum gewissermaßen auf der anderen Seite des Tals wieder bergauf gehen. Mit anderen Worten: Die perfekte Animation würde dem Zuschauer nicht mehr Unbehagen bereiten, sondern ihn tatsächlich hinters Licht führen.

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(sueddeutsche.de/dapd, Ryan Nakashima/mri)