Computerbesitzer machen es gefährlichen Viren oft zu einfach. Denn diese nutzen häufig schon bekannte Lücken.

Internetkriminelle hätten es bedeutend schwerer, wären Computerbesitzer etwas sorgfältiger beim Schutz der Rechner gegen Attacken aus dem Netz. Dieser Schluss lässt sich aus einer Studie der Universität Mannheim ziehen. Gemeinsam mit Experten der Peking University beobachteten die Forscher ein Jahr lang, was sich in sogenannten Honeypots, als Lockvögel ungeschützt ans Internet angeschlossenen Computern, in China so alles an Schadsoftware ansammelte.

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Ihre Aufmerksamkeit richteten die Wissenschaftler vor allem auf Programme, die über das Internet in schlecht geschützte Rechner eindringen und versuchen, die befallenen Computer zu willfährigen Robotern, im Jargon Bots genannt, zu machen. Netze solcher ferngesteuerter Bots werden nach Erkenntnissen der Forscher eingesetzt, um durch massenhafte sinnlose Anfragen an Webserver die Internetpräsenzen missliebiger Firmen oder Organisationen lahmzulegen.

Außerdem wird versucht, darüber an vertrauliche Informationen zu gelangen. Am meisten sind die Bots aber beschäftigt, sich weiterzuverbreiten. Sie nutzen dazu Einfallstore, von denen seit Jahren bekannt ist, wie man sie schließt. Viele Computernutzer sind sich dessen aber nicht bewusst. Oder aber sie haben Angst, beim Aktualisieren ihres Windows-Betriebssystems könnte auffallen, dass sie eine Schwarzkopie einsetzen.

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(SZ vom 6.12.2007/mri)