PCs werden zwar immer rechenstärker, doch zum Starten brauchen sie quälend lange. Hardware-Hersteller versuchen nun mit einigen Tricks, die Geräte schneller zu machen.
Man stelle sich vor, ein Sachbearbeiter würde jeden Morgen dreieinhalb Minuten nur damit verbringen, in der immer gleichen Weise ein Blatt Papier auf den Schreibtisch zu legen und einen Stift aus der Schublade zu holen. Der Mann wäre in kürzester Zeit seinen Job los.
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Auf die Plätze, fertig, warten: Einen Computer hochzufahren, nimmt immer noch mehr Zeit als nötig in Anspruch. (© dapd)
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Geht es aber um das Arbeitsgerät des modernen Büromenschen, den Computer, nimmt man, wenn auch zähneknirschend, in Kauf, dass es quälend lange dauert, bis die Maschine endlich bereit ist, die ersten Eingaben entgegenzunehmen - bis sie also, wie es Computerexperten sagen, gebootet hat.
Doch seit Geräte auf dem Markt sind wie das iPad, das mit einem einzigen Knopfdruck nahezu verzögerungsfrei aus dem Schlaf erwacht, steigen die Ansprüche. "Die Bootzeit ist die wichtigste Messlatte für die Nutzerzufriedenheit", weiß Thorsten Stremlau, der für den chinesischen Computerkonzern Lenovo Firmenkunden in technischen Fragen berät.
Aber gar so einfach, wie es die Titel mancher Computermagazine reißerisch versprechen, ist es nicht, diese Zeiten substantiell zu verkürzen. Um das zu erreichen, muss man unten anfangen.
Unten, das wird symbolisiert von dem Buchstaben-Gekröse, das beim Hochfahren eines Computers über den Bildschirm huscht. Seit 35 Jahren richtet eine Software namens Basic Input/Output System, kurz BIOS, die Bauteile im Computer so ein, dass ein Betriebssystem überhaupt hochgefahren werden kann.
Schnellstart durch Hardware-Trick
Doch wenn die BIOS-Software, die auf fest eingebauten Chips im Computer gespeichert ist, schon 30 Sekunden für einen Selbsttest braucht, dann helfen auch die Bemühungen nur noch wenig, Betriebssysteme wie Windows oder beispielsweise Ubuntu-Linux für einen schnelleren Start zu optimieren.
Lenovo setzt daher auf ihren Rechnern, die besonders schnelles Booten versprechen, gar kein herkömmliches BIOS mehr ein, sondern ein System namens UEFI. Das Unified Extensible Firmware Interface kommt auch besser mit Computern zurecht, die mehr Daten pro Zeiteinheit parallel über die internen Leitungen jagen können. Weil diese sogenannte 64-Bit-Architektur sich mehr und mehr durchsetzt, stieß das alte BIOS ohnehin an seine Grenzen, weil es damit nur eingeschränkt klarkommt.
Um Computer in zehn bis 30 Sekunden komplett hochfahren zu können, hat sich Lenovo aber nicht nur mit der Softwarefirma Phoenix zusammengesetzt, die die UEFI-Software schreibt, sondern auch mit den Herstellern von Software, die die Hardware steuern. Diese sogenannte Treiber-Software regelt beispielsweise die Zugriffe auf die Speichermedien des Computers.
Für schnelles Hochfahren eignet sich besonders Flashspeicher, ein Speicher auf der Basis von Siliziumchips, wie er beispielsweise auch in Apples iPad eingebaut ist. Intelligente Ansteuerung der Speicherbausteine vorausgesetzt, können diese Daten schneller liefern als Festplatten mit rotierenden Speicherscheiben.
Da aber große Flashspeicher immer noch sehr teuer sind, werden sie oft mit herkömmlichen Festplatten kombiniert. So auch bei einigen Lenovo-Geräten. Das Besondere dabei ist nun, dass die Treiber so tun, als gäbe es nur eine Festplatte. Auf dem schnellen, dem Flash-Teil, speichert das System die Dateien, die beim Start gebraucht werden. Sie werden dabei schon in die richtige Reihenfolge gebracht, damit sie nur nacheinander aufgerufen werden müssen.
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Wie? Wessen BIOS braucht denn heute noch 30 Sekunden für den POST?! Okay, wenn man alle fünfzehn SATA und RAID Controller unnötigerweise aktiv hat, dann vielleicht...
Mein Notebook braucht bis zum boot prompt 10, mein Desktop 7 Sekunden. Das OS ist nach 25 bzw. 19 Sekunden zumindest ansprechbar... ganz ohne SSD.
Wie wäre es mit mehr Leistung.
Übrigens ein Ipad ist kein PC. Es hat weder den Funktionsumfang noch die Leistung. Und wie schon geschrieben wurde....Standby und Kaltstart sind 2 paar Schuhe. Ich kenne das Ipad nicht aber das Iphone braucht wie mein Android ne gute Minute bis es startklar ist.
Sicherlich kann man mit SSD die Bootzeit verkürzen. Nur muss man einfach den Kosten/Nutzen Faktor bedenken. 60GB kosten 100Euro und mehr. Allerdings wird es ab 120GB abenteuerlich was die Preise betrifft. Nimmt man den Preisverfall der bei normalen Festplatten herrscht, wartet man dann wohl lieber noch 2 Jahre immer 30sec-1min bis der Rechner an den Start geht und kauft sich dann ne große Platte.
Erstaunlich, dass gerade das iPad in diesem relativ kurzen Artikel gleich zwei Mal genannt wird, noch dazu, wo es doch viel naheliegendere Beispiele gibt für das, wofür das Beispiel iPad herhalten muss.
1. "per Knopfdruck nahezu verzögerungsfrei aus dem Schlaf erwachen"
Wenn mit "Schlaf" der Ruhezustand (nicht das gleiche wie Standby, nota bene) des Gerätes gemeint ist, dann trifft das auch auf Laptops mit Windows 7 zu.
2. Flashspeicher im iPad
Naheliegender wären als Beispiele für Geräte mit Flashspeicher USB-Sticks oder mp3-Player, denn die sind in ihrer Gesamtheit deutlich weiter verbreitet als das iPad.
Allein 6 mal wird in diesem Artikel die Firma Lenovo erwähnt - eine Firma, die gerade in naher Vergangenheit durch massiv gesteigerte Werbepräsenz aufgefallen ist. Zufall?
uefi hat mit 64bit-architektur direkt nichts zu tun; uefi kann 64- und 32-bittig sein, oder welche datenwortlänge sich in zukunft auch durchsetzen wird. uefi kann ein betriebssystem laden, egal, welche prozessorarchitektur darunter liegt.
'Weil diese sogenannte 64-Bit-Architektur ' insinuiert eine identität mit uefi, die nicht gegeben ist.
flashspeicher oder ssd können das laden des os beschleunigen, aber schneller wäre es, wenn das betriebssystemimage (samt kernel, treiber und umgebung) resident im (bisher flüchtigen) hauptspeicher liegen würde, dann wäre die maschine fast sofort einsatzbereit, dann bräuchte man nur noch bei wechsel des betriebsystems neu booten, bzw. wenn windows mal wieder zu lange gelaufen ist;-))
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