Microsoft-Forscher Ron Wood spricht im Interview über die künftige Rolle von Computern und Uhren ohne Zeitanzeige.
Wie entwickelt man computerbasierte Anwendungen, die nicht bloß das technisch Mögliche ausreizen, sondern Menschen dabei helfen, ihr Leben besser zu meistern? Diese Frage immer wieder neu zu stellen, ist die Aufgabe einer Arbeitsgruppe von Microsoft Research im britischen Cambridge. Ihr Gründer und Leiter ist der Kanadier Ron Wood. Ein Gespräch über die Zukunft des Computers und den unvermeidlichen intelligenten Kühlschrank. SZ: Computer prägen im Gegensatz zu früher das Leben vieler Menschen bereits heute sehr stark. Was erwartet uns noch?
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Die Wer-ist-wo-Uhr zeigt an, ob sich die Familienmitglieder im Haus, in der Stadt oder im Büro aufhalten. (© Foto: oh)
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Ron Wood: Wir spielen hier viel mit Oberflächen herum. Oberflächen, die in ihrem Haus sein könnten, aber auch im Büro. Ich glaube, dass vieles, was heute einfach eine Wand ist, künftig ein interaktiver Bildschirm sein wird. Auch Spracherkennung wird immer besser. Das und die noch viel weitere Verbreitung interaktiver Bildschirme wird den nächsten Sprung in der Entwicklung auslösen.
SZ: Sehen Sie dafür schon Anzeichen?
Wood: Wenn Sie in der Londoner U-Bahn mit diesen großen Aufzügen fahren, sind darin bereits interaktive LCD-Bildschirme, wo früher höchstens Poster hingen. Dass die Kosten dafür durchaus im Rahmen sind, das sagt doch alles.
SZ: Wie stellen Sie sich darauf ein?
Wood: Viele der Soziologen bei uns gehen einfach der Frage nach: Wie leben normale Menschen eigentlich ihr Leben? Wir haben ja diese ganze Technik, wir könnten fast alles bauen, aber was sollen wir bauen?
SZ: Gibt es Ergebnisse?
Wood: Wir glauben, vieles wird ähnlich sein wie eine Wanduhr. Man weiß, dass sie da hängt und man schaut nahezu unbewusst drauf, um die Zeit abzulesen. So sollten sich auch Geräte verhalten, die auf einer viel komplizierteren Technik aufbauen. Wir nennen das situationsbasierte Anzeigen.
SZ: Wie könnte so etwas aussehen?
Wood: Wir haben zum Beispiel die Wer-ist-wo-Uhr gebaut. Sie zeigt nicht die Uhrzeit an, sondern wo sich die Familienmitglieder gerade befinden.
SZ: Papa als Big Brother?
Wood: Wir benutzen dazu Handy-Ortung, wie es viele Anbieter auch schon machen. Das Raster ist aber sehr grob. Es geht nicht darum, in welchem Geschäft oder Zimmer jemand gerade ist, sondern wir unterscheiden nur zwischen in der Stadt, im Büro, zu Hause und so weiter.
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"Uhren ohne Zeitanzeige" ... was sich diese Reklame&Designfuzzies aber auch alles ausdenken, ts, ts...
Apple wird`s schon richten :-)
Microsoft hat so verquere Vorstellungen von Benutzeroberflächen und Bedienungskonzepten, dass der Flop schon vorprogrammiert wird. zusätzlich werden Schnittstellen nicht "open source", da passt dann nichts zusammen.