Um den Ministerien den Einsatz sicherer Smartphones schmackhaft zu machen, stattet das Innenministerium die anderen Ressorts mit 4000 Simko-Geräten aus. Der Grund für die Sicherheitsempfehlung ist nicht nur die Sorge vor immer mehr Attacken mit politischem, kriminellen oder wirtschaftlichen Hintergrund.
Anzeige
So werden in europäischen Regierungen immer wieder Bedenken geäußert, weil beim Blackberry-Hersteller RIM alle Datenströme über Rechenzentren in Kanada und Großbritannien laufen und die dortigen Regierungen sowie die USA einen Zugriff auf die Daten haben.
Nur bestimtme Smartphone zugelassen
Zudem werden im Verwaltungsalltag in Deutschland immer mehr Unterlagen auch mit Vertraulichkeitsstufen elektronisch verarbeitet. So können etwa Dokumente mit der untersten Geheimhaltungstufe "Nur für den Dienstgebrauch" ohne größeren Aufwand per E-Mail elektronisch verschickt und bearbeitet werden.
Umso mehr achten die Sicherheitsexperten in den Behörden aber darauf, dass keine Unbefugten an die sensiblen Daten gelangen können. Nach der sogenannten Verschlussachen-Anweisung dürfen entsprechende Dokumente deshalb nur von sicheren, beim BSI zugelassenen Smartphones verschickt werden.
Die wachsende Sicherheitsanforderungen richten sich übrigens nicht nur an die PDAs und die Datenübertragung. Auch im Bereich der Mobiltelefone warnt das BSI vor Sicherheitsrisiken in der Bundesverwaltung. So hat es nur die Zulassung für zwei Geräte erteilt, deren Einsatz es empfiehlt: Dies sind das Telefon Secuvoice der Firma Secusmart und TopSec Mobile des Unternehmens Rhode & Schwarz SIT.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Thema
- Blackberry RSS
- Abhörsicheres Telefon Kanzlerins Krypto-Handy 17.11.2009
- Internet-Verbot Emirate zwingen Blackberrys offline 01.08.2010
- Indien Blackberry: Profit im Spionage-Modus 03.08.2010
- Streit um Spionage-Erlaubnis Saudi-Arabien blockt Blackberry-Messenger 03.08.2010
- Blackberry in Saudi-Arabien Überwachung siegt 09.08.2010
- Blackberrys im Nahen Osten Wider die alte Ordnung 08.08.2010
- Streit um Internetdienste Saudis schalten Blackberrys vorübergehend ab 06.08.2010
(sueddeutsche.de/Reuters/joku/holz)
OB-Kandidatin Nallinger
Na, wer wird denn gleich die englischen Schlapphüte als Angreifer titulieren wollen. Die Blackberry Server stehen nun mal auf der Insel im Kanal und dort hat doch nur ein einziger Geheimdienst Zugriff auf die Übetragungen. OK, seit der WM mag das Verhältnis möglicherweise zerrüttet sein :o)
Über welchen Anbieter laufen eigentlich die SMS von Mutti? Ich hoffe doch mal, deren Karte hat ein ordentliches Roaming-Abkommen...
Geräte wie Apple-Produkte und Blackberry sind deswegen bei Managern und Politiker, weil sie mit wenig Hirnschmalz zu bedienen sind.
Prinzipiell auch eine gute Eigenschaft, aber der Preis für Bedienbarkeit ist in IT-Dingen so gut wie immer Sicherheit.
Bei Blackberry kommt erschwerend hinzu, dass man mit diversen Geheimdiensten in Ländern zusammen arbeiten will, die nicht gerade für Zimperlichkeit bekannt sind. Arabische Staaten, Pakistan und Indien sind hier Beispiele. Da würde ich als Sicherheitsverantwortlicher der Bundesregierung auch mein Veto einlegen!